Populistisch und unzumutbar

Kempten (sf). - Als 'populistisch' und 'unzumutbar' wertet Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer den Vorschlag des Sonthofer Bürgermeister Hubert Buhl, das Gebirgssanitätsregiment von Kempten nach Sonthofen zu verlagern (wir berichteten). In seinem Antwort-Schreiben an Buhl bittet er ihn diesen Vorschlag 'nicht mehr zu wiederholen', da sie Stadt und Land nur schaden könnten. Wie berichtet, hatte Buhl vorgeschlagen, das Kemptener Regiment nach Sonthofen zu verlagern, um so dauerhaft den Bundeswehr-Standort Sonthofen zu sichern. Denn nach dem geplanten Abzug der Feldjäger- und Stabsdienstschule glaubt der Bürgermeister, dass auch die verbleibenden Einheiten gefährdet seien.

Den Verzicht Kemptens sieht Buhl als 'Ausgleich' für die starke Konkurrenz der Allgäu-Metropole in Sachen Handel. Dass die Stadt Sonthofen derzeit schwierige Zeiten zu überstehen habe, sei bekannt, so Netzer in seiner Antwort an Buhl. Und da sei 'die Versuchung groß, sich durch populistische Vorschläge vermeintlich Luft zu verschaffen'. Doch sein Vorschlag 'geht zu Lasten Dritter, schwächt unsere Region und ist deshalb unzumutbar'. Eigene Probleme würden nicht dadurch gelöst, einem Nachbarn Hunderte von Arbeitsplätzen, Wertschöpfung und Wirtschaftskraft wegzunehmen. Jede Kommune, so der OB, müsse schon ihre Hausaufgaben selbst machen und ihre eigenen Stärken entwickeln. Die von Buhl zitierte Aussage 'Stadt und Land - Hand in Hand' werde fehlinterpretiert, 'wenn man von der Stadt verlangt, dass sie einen Teil ihrer ,Hand' abschlagen lässt'.

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