Platz für Sternchen im Venetianerwinkel

Füssen | cl | Mit einer recht turbulenten Einweihungsfeier ist die Kinderkrippe 'Sternchengruppe' im Füssener Venetianerwinkel offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden. Die Einrichtung im evangelischen Kindergarten 'Sternschnuppe' ist bereits seit September in Betrieb.

Gemeinsam mit den Kindern des Kindergartens sowie den 13 Krippenkindern und deren Eltern sowie einer Reihe offizieller Gäste eröffnete Pfarrer Joachim Spengler die locker gehaltene Feier, die zum Ende ein bisschen aus dem Ruder lief. Bürgermeister Christian Gangl kürzte seine Festrede, da sie im kleinen Vorzelt im Trubel unterging.

Kinder ein Volltreffer Gottes

Als Einstieg sangen die Kleinen davon, 'dass Kinder der Volltreffer Gottes sind, bei dem sie sich geborgen fühlen können'. Das Betreuerteam stellte die biblische Szene nach, als Jesus sagte: 'Lasst die Kinder zu mir kommen, denn ihrer ist das Himmelreich'. Pfarrer Spengler erinnerte daran, dass Kinder in der Erwachsenenwelt oft zurückgewiesen, ja sogar weggesperrt würden. Weil es heute nicht einfach sei, Kind zu sein, sei es um so wichtiger, 'den Kindern einen Platz zu bieten, wo sie sich zu Hause fühlen können'. Er dankte der Stadt, dass sie sich mit der evangelischen Kirchengemeinde vor einigen Jahren auf den Weg gemacht hatte, um die Kinderkrippe zu planen und bauen. 'Nun sind wir am Ende der Tour angekommen.'

Für den evangelischen Kirchenvorstand Dr. Heiko Thiele ist die neue Betreuungseinrichtung 'ein Segen'. Die Kritik beim Bau des Kindergartens, es gebe zu viel Leerfläche, habe sich als falsch erwiesen. 'So war Reserve für die Kinderkrippe vorhanden, die nun mit relativ geringem Aufwand erstellt werden konnte', so sein Fazit.

Bürgermeister Gangl stellte fest, wie wichtig die qualifizierte Betreuung für die kindliche Entwicklung sei, der auch die erste Kinderkrippe in Füssen Rechnung trage. Dies habe die Mehrheit im Stadtrat erkannt und mit der Planung der Kinderkrippe auf das Ansuchen von Eltern nach erweiterten Betreuungsmöglichkeiten reagiert. Denn es sei Fakt, dass viele Familien finanziell nur über die Runden kommen, wenn beide Elternteile arbeiten. Hinzukomme, dass viele Frauen, aber auch Männer, ihren Beruf als selbstverständlichen Teil ihres Lebens ansehen. 'Sie wollen nicht, dass sie infolge einer zu langen Babypause den Anschluss verlieren.' Diese neue und in seinen Augen zeitgemäße Betreuungseinrichtung komme dieser Tatsache entgegen. 'Die Sorge um die heranwachsende Generation ist nicht nur eine Aufgabe der Eltern, sondern eine der ganzen Gesellschaft', stellte er fest.

Die von der Leiterin Corinna Wimmer vorgestellte Powerpoint-Präsentation über den Werdegang der Kinderkrippe ging schließlich im Trubel unter.

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