Plätze für Kinder und Familien gestalten

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Von markus Brändle | Memmingen 'Ich will ja was verändern, ich kann nicht immer nur zustimmen.' Mit diesem Satz verdeutlicht Alexander Abt, Spitzenkandidat der ÖDP bei den Stadtratswahlen, was ihn antreibt, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren.

Gelegentlich zieht der 36-Jährige während unseres Stadtrundgangs die Stirn in Falten. Etwa wenn er dem Vorhalt begegnet, die ÖDP sei ja 'immer gegen alles'. Abt ('wir sind für vieles') unterstreicht, worin er die Aufgabe der ökologischen Demokraten als Stachel im Fleisch der Etablierten sieht: Sozial- und umweltverträglich müsse Kommunalpolitik gestaltet werden, lautet das Credo des Mannes, der mit 18 Jahren zur ÖDP gefunden hat. Als Referent für Kinderspielplätze - diesen Posten im Stadtrat hat er als Nachrücker von Gabriela Schimmer-Göresz geerbt - macht sich Abt dafür stark, die Spielplätze im Stadtgebiet aufzupeppen. Jeder müsse ein 'Alleinstellungsmerkmal', eine besondere Attraktion aufweisen.

'Mehr Spielgeräte'

Als wir im Reichshain unseren Rundgang beginnen, registriert Abt, dass Ordnung geschaffen wurde ('hier lag vor wenigen Tagen noch eine Wodka-Flasche'). Eine kinder- und familienfreundliche Gestaltung von Straßen und Plätzen ist ihm ein Anliegen. Dazu gehört für ihn ein breiteres Angebot an Spielgeräten. Auch ist für Abt nicht nachvollziehbar, wieso in der Hirschgasse entlang des Stadtbachs nicht - wie an der Wiesmühle - ein breiter Streifen behindertenfreundlicher Belag gewählt wurde.

Beim Halt am Schrannenplatz betont der ÖDP-Kandidat, hier müsse eine taugliche Süd-Nord-Radwegverbindung 'aktiv geplant werden'. Denn bislang ist für den, der mit dem Rad vom Kempter Tor herkommt und Richtung Norden will, hier erstmal Schluss beziehungsweise muss ein großer Umweg in Kauf genommen werden. A propos Kempter Tor und Kempter Straße: Angesichts des über weite Strecken desolaten Zustandes beklagt der gebürtige Memminger Versäumnisse der Stadt. Längst hätte hier die Initiative ergriffen werden müssen. 'Da muss die Stadt Geld in die Hand nehmen', meint er, etwa angesichts des drohenden Verfalls so schöner Gebäude wie sie das Stadthaus Schwarz oder das 'versunkene Rathaus' eigentlich darstellten. Das positive Gegenbeispiel liefere die Ulmer Straße.

'Prioritäten falsch gesetzt'

Abt verweist auf die gute finanzielle Situation der Kommune. Manches Mal sind ihm die Prioritäten deutlich falsch gesetzt. Maßlos geärgert hat ihn etwa die Bildung einer städtischen Service-Gesellschaft, die den Reinemachefrauen deutlich schlechtere Konditionen beschert habe. Einzig sein ÖDP-Stadtratskollege Prof. Dieter Buchberger und er hätten seinerzeit im Gremium gegen diese Umwandlung gestimmt. Wer sich bundesweit für Mindestlöhne stark mache, gerate in die Gefahr zu heucheln, wenn er die Entlohnung der bislang bei der Stadt angestellten Putzfrauen drastisch verschlechtere. 'So etwas kann ich nicht zustimmen', lautet das Fazit des ÖDP-Stadtrates.

Weitere Informationen unter

www.oedp-stadtrat-mm.de

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