Pläne für Baumarkt am Innova-Gelände

Kaufbeuren (avu). - Der Stadtverwaltung liegt eine Bauvoranfrage für einen Baumarkt am Innova Allgäu in der Sudetenstraße vor. Die Firma Dobler möchte mit dem Antrag klären, ob ein Vorhaben mit diesem Sortiment grundsätzlich möglich ist. Nach Unternehmensangaben gibt es vier Interessenten. Seit gut einem Jahr wird auf dem Bolzplatz östlich des Innova Allgäu nicht mehr gespielt. Das Gelände des Kaufbeurer Unternehmens Dobler, das zum Jahreswechsel von der Gutenbergstraße in den hauseigenen Innova Allgäu Hightech-Park gezogen war, ist für eine Bebauung vorgesehen.

Areal ist ein 'Sondergebiet' Bei dem Areal handelt es sich um ein so genanntes Sondergebiet, auf dem auch Verkaufsfläche mit 'innenstadtrelevantem Sortiment' entstehen könnte. Das heißt, auch großflächiger Einzelhandel in bestimmten Dimensionen ist möglich. Der Kaufbeurer Stadtverwaltung liegt derzeit eine Bauvoranfrage für dieses Gebiet vor, wie Hans Gaul, Sprecher der Firma Dobler, bestätigt. Es handele sich nicht um einen konkreten Bauantrag. 'Damit soll nur geklärt werden, ob ein Baumarkt grundsätzlich möglich ist', so Gaul. Geprüft werden nun grundsätzliche Fragen, etwa zur Größe, zum Sortiment und zu den Zufahrten. Laut Unternehmenssprecher Gaul liegen der Firma Dobler Anfragen von vier Interessenten für einen Baumarkt vor. Bewerber aus anderen Branchen gebe es freilich nicht. Über die Namen der Interessenten wurde nichts bekannt. Wie berichtet, wollte jedoch die Mauerstettener Firma Kaes (V-Märkte) ihren Baumarkt von der Füssener Straße in das stadteigene neue Gewerbegebiet am Ring (ehemalige Stadtgärtnerei) verlegen. Den gewünschten Standort zwischen B 12 und Augsburger Straße musste das Unternehmen aber aus seinen Planungsunterlagen streichen. Der städtische Bauausschuss war seinerzeit nicht bereit, das Areal als so genanntes Sondergebiet für großflächige Einzelhandelsbetriebe 'auf der grünen Wiese' auszuweisen. Bei dem ablehnenden Beschluss berufen sich Bauausschuss und Stadtverwaltung auf einen Stadtratsbeschluss von 1993. Demnach sind bei der Festsetzung von Gewerbegebieten in Bebauungsplänen großflächige Handelsbetriebe auszuschließen, außer 'die verbrauchernahe Versorgung der Bevölkerung' ist gefährdet. Eine Alternative nannte V-Markt-Geschäftsführer Horst Hermann damals das Innova-Gelände. Dort besteht nach 'altem Recht' noch ein Sondergebiet. Vermutlich muss sich der Stadtrat bald erneut mit dem Thema Sondergebiet beschäftigen. Nach Angaben der Firma Kaes wurde jüngst - ein zweites Mal - eine Bauanfrage für das Areal der ehemaligen Stadtgärtnerei bei der Stadt eingereicht.

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