Pfronten
Pfrontener Gratis-Bus findet Resonanz

Der neue Gratis-Bus für Pfrontens Gäste stößt bundesweit auf Echo. Wie mehrfach berichtet, gilt die neue elektronische Gästekarte seit Beginn der Weihnachtsferien auch als Busfahrkarte. Mit ihr können alle Linien im südlichen Ostallgäu zwischen Nesselwang und Hohenschwangau kostenlos benutzt werden. Eine Reihe von Zeitungen mit einer verbreiteten Auflage von fast 1,5 Millionen Exemplaren hat über dieses neue Angebot berichtet, so Tourismusdirektor Jan Schubert im Gemeinderat. Darunter die «Rheinische Post», die «Segeberger Zeitung» und die «Saarbrücker Zeitung». Auch im Internet fand sich die Nachricht unter anderen durch eine Aufstellung «Schnäppchen im Schnee» im Online-Angebot der «Hersfelder Zeitung».

Schubert wertete die große Resonanz als Beleg, mit dem verstärkten Öffentlichen Personnennahverkehr ein Bedürfnis der Gäste zu befriedigen. Sehr gut seien die Synergieeffekte mit der neuen «KönigsCard». Zusammen mit der neuen Gästekarte sei nicht nur der Eintritt bei einer Reihe von Attraktionen frei, sondern bereits die Anfahrt.

Bei den gleichzeitig eingeführten beiden neuen Ortsbuslinien erfüllen die Fahrgastzahlen die Erwartungen. Die Nachfrage nach Bürgerkarten, mit denen man für 50, 75 oder 100 Euro bis Jahresende im Ortsbereich Bus fahren kann, sei jedoch gering. Lediglich neun Karten seien bislang vor allem an Senioren verkauft worden. Vorbehalte gebe es vor allem wegen des begrenzten Geltungsbereichs. Vermisst werde der bisherige Winter-Bus, der in den neuen Ortslinien aufgegangen ist.

Zumindest in den Ferienzeiten habe man den Transfer zu den Skigebieten verstärkt. Auch, dass der Winter-Bus nicht mehr alle kostenlos transportiert, komme für so manchen überraschend.

Am kostenlosen Gästebus hätten unterdessen schon Nachbargemeinden Interesse an einer Ausdehnung angemeldet. Auch die DB Regio Allgäu wolle mit Pfronten zusammenarbeiten, das seinerseits die Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund im Außerfern suche. Gewünscht werden außerdem mehr Busse, die die Rodler vom Breitenberg an der Grenze Achtal wieder abholen sowie eine einfachere Darstellung der Linienstruktur.

In der Diskussion meinte Alfons Haf (Pfrontner Liste): «Einige Geburtsschwächen waren zu erwarten», und sprach Unklarheiten an (siehe Info-Block). Der von ihm vorgeschlagene pauschale Fahrpreis, egal, wie lange die Strecke ist, sei nicht umzusetzen, so Bürgermeister Beppo Zeislmeier. Schließlich sei man an die Tarifstruktur der öffentlichen Strecken gebunden. Während dritter Bürgermeister Manfred Seeboldt und Wolfgang Neumayer (SPD) das neue Angebot lobten, warb zweiter Bürgermeister Philipp Trenkle für Geduld: «Das muss erst in die Köpfe.»

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