Pfarrhof-Erneuerung heikel zu finanzieren

Gutenberg (fk). - Regen Anteil nahmen die Einwohner des Ortsteils Gutenberg der Gemeinde Oberostendorf an der Bürgerversammlung im vollbesetzten Gasthaus Schwaiger. Es wurden zahlreiche Anfragen an Bürgermeister Karl Fischer gstellt, die sich zumeist auf den Ortsteil, aber auch auf die Gesamtgemeinde bezogen. Zunächst jedoch legte der Gemeindechef den Rechnungsabschluss für das Haushaltsjahr 2003 vor und erläuterte die größten Einnahme- und Ausgabeposten. Der Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan stehe kurz vor dem Abschluss und könne im Gemeindeamt eingesehen werden. Auf Gutenberg bezogen erwähnte Fischer den Abschluss der Friedhofsarbeiten, aber auch die überfällige Entscheidung über die Sanierung des denkmalgeschützten einstigen Pfarrhofs. Die Größe dieses Pfarrgebäudes mit einer einstmals umfangreichen Bibliothek dürfte im Verhältnis zur Einwohnerzahl der Kirchengemeinde wohl in ganz Schwaben einmalig sein, meinte Fischer. So sei es nicht verwunderlich, dass bei diesen Ausmaßen die Sanierungskosten auf 1,1 Millionen Euro angesetzt wurden. Davon entfallen 700000 Euro auf den vorderen und 400000 Euro auf den hinteren Teil des Gebäudekomplexes. Ursprünglich waren sieben Stellen für Zuschüsse in Frage gekommen.

Doch angesichts weithin leerer Haushaltskassen stehen verbindliche schriftliche Zusagen teilweise noch aus. Gemeinde und Pfarrgemeinde wollen jedoch auf eine baldige Entscheidung drängen, so Fischer. In der Aussprache verlangte ein Bürger eine schriftliche Zusicherung für einen Hochwasserschutz. Der Bürgermeister verwies jedoch zunächst auf eine in Auftrag gegebene Studie, deren Ergebnis zweckmäßigerweise abgewartet werden sollte, bevor die Gemeinde weitere Entscheidungen treffe. Auf Fragen zur baulichen Weiterentwicklung der Gemeinde verwies Fischer auf zu wenig kommunalen Baugrund, da derzeit Landwirte nicht geneigt seien, Flächen zur Verfügung zu stellen. Es gebe zwar in allen Ortsteilen genügend Baulücken, doch seien diese Grundstücke alle in Privatbesitz. Nach der Beantwortung einiger Fragen zu einem möglichen Kiesabbau brachte ein Bürger das Wildern von Hunden im Gutenberger Friedhofsbereich zur Sprache. Fischer verwies nicht nur auf die Einsicht der Bürger, sondern auch auf die Pflicht, Hunde im Ortsbereich anzuleinen. Angeschnitten wurde auch die Notwendigkeit des Zurückschneidens von Hecken zur Verkehrssicherheit. Interessiert zeigten sich die Gutenberger Bürger aber auch an dem geplanten Bauvorhaben eines Teilneubaus des Vereinsheimes in Oberostendorf. Das Gebäude, so der Bürgermeister, sei zwar dreißig Jahre alt und daher im Grunde schon sanierungsbedürftig. Doch die geschätzten Kosten von 1,9 Millionen Euro seien für die Gemeinde derzeit ein zu großer finanzieller Kraftakt, so dass das ganze Projekt auf Eis werden müsse.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2018