Petrus drückt für Kapellen ein Auge zu

Dietmannsried(hä). - Ein schier grenzenloses Fest der Blasmusik - so erlebten tausende Besucher gestern das 33. Bezirksmusikfest des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM) in Dietmannsried. Beeindruckender Höhepunkt waren der Gesamtchor mit über 1500 Musikern sowie der farbenprächtige Festzug. Schirmherr Dr. Gerd Müller, aber auch Centa Theobald (ASM-Vize-Präsidentin), Hermann Koch (Vorsitzender des ASM-Bezirks Kempten) und Bürgermeister Hans-Peter Koch verwiesen alle auf die verbindende Macht der Musik. 'In einem Dorf ohne Musik kann man nicht leben', betonte Theobald. Der farbenprächtige Festzug mit 96 Wagen, Kapellen und Gruppen führte die befreundete Südtiroler Musikkapelle aus Wangen (Südtirol) an. Doch auch Kapellen aus dem Württembergischen sowie aus Kempten wetteiferten mit ihrem klingenden Spiel um die Gunst der Zuschauer, die sich dicht am Straßenrand drängten. Mit Festwagen und Fußgruppen waren die Dietmannsrieder Vereine, Organisationen, Schule und Kindergarten vertreten - Letzterer zog mit 'Blumenkindern' durch den Ort. Alle wetteiferten miteinander um den schönsten Schmuck und den besten Einfall.

Von der Kleingartenidylle über das knochenharte Los des Bauern in früherer Zeit bis zur historischen Mühle mit Wasserrad reichten die umgesetzten Themen. Dabei hatte Petrus ein Einsehen mit Akteuren und Zuschauern und ließ trotz drohender Wolken die himmlischen Schleusen weithgehend geschlossen. Mit Stimmungsmusik und der Wahl der 'Miss ASM' im Festzelt (Bericht folgt) klang der Festtag aus. Untermauert wurde durch das Musikfest auch die Freundschaft mit den Kapellen aus Südtirol und Württemberg. Die Dietmannsrieder Musiker hatten 1967 anlässlich der Gründung der Musikkapelle Kuchen (Württemberg) die Patenschaft übernommen. Bis 1975 reichen die ersten Kontakte der Dietmannsrieder zur Musikkapelle Wangen (Südtirol) zurück. Und am gestrigen Festsonntag nahm die Tiroler Kapelle mit ihrem Dirigenten Norbert Stuppner zum ersten Mal an dem Marschmusikwettbewerb teil und belegte auf Anhieb den zweiten Platz bei den Wertungsspielen (siehe Bericht Seite 27). Beide Kapellen zogen ebenfalls mit klingendem Spiel im Festzug mit. Es sei längst Ehrensache, so Werner Endres, Vorsitzender der Kapelle Dietmannsried, dass man Feste der Freunde besucht. ASM-Vize-Präsidentin Centa Theobald erinnerte daran, dass schon seit Jahren Musikkapellen aus dem Außerfern und Südtirol bei Musikfesten im Allgäu zu Gast sind und umgekehrt. Das ist 'gelebtes Europa' stellte sie stolz fest. i Eine Vielzahl von Fotos rund ums Bezirksmusikfest in Dietmannsried sind auch im Internet zu finden: www. all-in. de/musikfest

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