Peep-Show im Cambomare soll jetzt gestoppt werden

Kempten (sf). - Seit gut einem halben Jahr hat das neue Freizeitbad Cambomare jetzt geöffnet. Doch noch immer gibt es kritische Stimmen, die sich über so manche 'Mängel' beschweren. So wie Petra Schreiner. Unter anderem stört sie der unfreiwillige Einblick in die Umkleidekabinen über das Glasdach, das abends als Spiegel wirke: 'Das ist doch wie in einer Peep-Show.' Dem will jetzt Betriebsleiterin Heike Kunze Einhalt gebieten. Die Kemptenerin Petra Schreiner geht einmal die Woche ins Cambomare, seitdem ihr der Arzt das Schwimmen gegen ihre Gelenkentzündungen empfohlen hat. Aber da sind einige Punkte, die sie stören. Und nachdem die 47-Jährige auf ihre Beschwerden keine oder nur eine wenig befriedigende Reaktion erhielt, wandte sie sich jetzt an die AZ. So habe sie bei einem ihrer letzten Schwimmbad-Besuche am Abend einen jungen Burschen vor den Umkleidekabinen beobachtet, wie der 'genüsslich grinsend' ständig nach oben blickte. Und tatsächlich: In dem gewölbten Glasdach spiegelte sich die erste Reihe der Kabinen wieder, in der sich gerade eine Frau umzog.

Schreiner: 'Ich bin gewiss nicht verklemmt, aber heimlich will ich mich nicht beobachten lassen.' Das versteht auch Betriebsleiterin Heike Kunze und will auf die Beschwerde reagieren: 'Wir haben bereits einen Innenraum-Ausstatter mit einer Lösung beauftragt.' So soll die Glasfläche entweder entspiegelt oder mit einer Folie überzogen werden. In einem zweiten Punkt wird Kunze ihrem Badegast Schreiner aber nicht entgegenkommen: beim Eintrittspreis in den Ferien. 'Warum müssen wir in den Ferien unter der Woche mehr zahlen?', fragt sich die Kemptenerin. Während nämlich ansonsten wochentags zwei Stunden fünf Euro und damit ein Euro weniger als am Wochenende kosten, gibt es diesen Vorteil in den Ferien nicht. Schreiner: 'Und dabei ist der Badespaß doch geringer, weil viel mehr Betrieb ist.' Das sei von Anfang an so festgelegt worden, erklärt dazu die Betriebsleiterin: 'Und darüber regen sich auch nur wenige auf.' Mit einem weiteren Kritikpunkt steht Petra Schreiner nicht allein: 'Die Duschen sind viel zu klein. Und dann geht auch noch die Tür nach innen auf.' Warum habe man bei einem ansonsten großzügigen Bad gerade da gespart? Diese Frage habe sie öfter gehört, gibt Kunze zu und will den baulichen Mängel gar nicht abstreiten. Aber mit dem Problem müsse man nun mal leben. Denn es wäre ein viel zu hoher Kostenaufwand, die Duschen im Nachhinein umzubauen und zu vergrößern.

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