Patienten aus Schweden

Mindelheim/Unterallgäu | jsto | Sparen allein genügt nicht. Das wissen die Verantwortlichen der beiden Krankenhäuser Mindelheim und Ottobeuren nur zu gut. Ideen sind gefragt, wie die Einnahmeseite verbessert werden kann.

Einen auf den ersten Blick sehr ungewöhnlichen Weg hat jetzt die chirurgische Abteilung von Dr. Oliver Schnackenburg beschritten. Seit Oktober 2007 besteht ein intensiver Kontakt nach Schweden. Das skandinavische Land, früher hochgelobt für sein Sozialsystem, hat offenbar Probleme mit der ärztlichen Versorgung. Jedenfalls müssen viele Patienten zum Teil lange Wartezeiten in Kauf nehmen, bis sie einen OP-Termin bekommen.

Über ein Büro in Schweden werden Privatpatienten für Knieoperationen nun nach Mindelheim vermittelt. Rund 20 solcher Privatpatienten seien bereits behandelt worden, sagte Klinikvorstand Alfons Hawner.

Verkauft wird die Dienstleistung gleich im Paket: Flug, Aufenthalt, medizinischer Eingriff - alles gibt es zum Komplettpreis. Im Schnitt rund zehn Tage bleiben die Patienten in Mindelheim, ehe sie wieder die Heimreise antreten.

Das Krankenhaus stellt sich auf die neue Kundschaft ein. 'Unsere Mitarbeiter haben zum Teil Englischkurse belegt', so Hawner. Und das hauseigene Fernsehangebot sei um englischsprachige Sender ergänzt worden. Schwedisches TV gibt es allerdings noch nicht.

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