Sonthofen / Oberallgäu
«Partner auf Augenhöhe»

Alte Unstimmigkeiten hinter sich lassen - mit diesem Vorsatz geht der Oberallgäuer Kreistag in die neue Kooperation mit Kempten. Einstimmig segnete das Gremium am Freitag die künftige Zusammenarbeit ab, wobei von «Partnern auf Augenhöhe» (Gisela Bock, FDP) die Rede war.

Zuversicht schafft im Oberallgäu, dass der bisherige Geschäftsführer der Kliniken Oberallgäu, Andreas Ruland, künftig auch in Kempten den Hut aufhaben soll.

«Es gibt für mich keine Alternative», freute sich Landrat Gebhard Kaiser, dass sich endlich beide Seiten aufeinander zubewegten. Man benötige auch im defizitären Klinikum Kempten-Oberallgäu wieder eine schwarze Zahl. Wichtig: Beide Aufsichtsräte wollten die Kliniken in kommunaler Hand behalten; allerdings werde noch geprüft, ob die Beteiligung eines Dritten in der Dachgesellschaft Vorteile bringe.

«Es ist die richtige Entscheidung, sich gemeinschaftlich weiterzuentwickeln», betonte Geschäftsführer Ruland auch mit Blick auf die Verhandlungsmacht der Krankenkassen. Er forderte, dem Projekt einen Vertrauensvorschuss zu geben.

«Vor sechs Wochen hätten wir nur davon träumen können», lobte Haldenwangs Bürgermeister Anton Klotz: «Eine historische Entscheidung.»

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