Operationen fast rund um die Uhr

Von Stephanie Vogel und Peter Schwarz | Oberallgäu/Kempten Nicht nur auf der B 19 standen allmorgendlich die Wintersportler in der Schlange. Auch auf den Pisten war zwischen Weihnachten und Dreikönig Hochsaison. Dass es dabei zu Unfällen am laufenden Band kommt, beschert Skiwacht, Polizei, Notärzten, Rettungshelfern und Chirurgen Sonderschichten.

Bis 22 und 23 Uhr arbeiten die Chirurgen am Kemptener Klinikum an den Operationstischen. 'War es letztes Jahr wegen des fehlenden Schnees meist ruhig, operieren wir in diesen Tagen fast rund um die Uhr', hat Dr. Konrad Büchner kaum Zeit, um Auskunft zu geben. Alles, was man sich beim Ski- oder Snowboardfahren brechen kann, wird hier 'repariert', ob Oberschenkel, Unterschenkel, Sprunggelenk oder Oberarm.

Alle Hände voll zu tun haben auch Dr. Herbert Forster und sein Team am Krankenhaus Immenstadt: 'Wir operieren bis weit in die Nacht hinein, und das an zwei Operationstischen.' Die ganze Bandbreite von Sportverletzungen bei Skifahrern, Snowboardern, aber auch zunehmend bei Rodlern nach vermeintlich harmlosen Schlittenpartien kommt Forster unter.

Da ergeht es Dr. Jan Schneider vom Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Oberstdorf nicht viel anders. Am Tag vor Silvester und am letzten Tag des Jahres verzeichneten er und seine Kollegen Dr. Peter Katzmair und Dr. Johannes Fuchs 'zwischen 80 und 100 Notfällen'. Kaputte Knie, Kreuzbandrisse, malträtierte Sprunggelenke, Unterschenkel-Frakturen, Schlüsselbeinbrüche und Schädelverletzungen: Die Chirurgen haben all das in den vergangenen Tagen behandelt.

Gefahr, wenn es zu schnell wird

Es gibt aber auch andere Erfahrungen. Fellhornbahn-Geschäftsführer Augustin Kröll meldet zwar bevölkerte Pisten in Oberstdorf. Die Zahl der Unfälle stuft er aber eher als unterdurchschnittlich ein. Kröll: 'Wenn im Skigebiet nur halb so viel Betrieb ist, schnellt die Unfallquote hoch, weil man dann schneller fährt.'

Für die erprobte und an Dauereinsätze zwischen Nebelhorn und Fellhorn gewöhnte Bergwacht zwischen Nebelhorn und Fellhorn liegt die Unfallziffer 'im normalen Bereich.' Dies sagte Markus Luxenhofer, Leiter der örtlichen Skiwacht der Bergwacht Oberstdorf.

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