Marktoberdorf
«Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum»

«Oh, Du Fröhliche», «Oh Tannenbaum», «Ihr Kinderlein kommet» - die traditionellen Weihnachtslieder sind es, die vor der Bescherung unterm Christbaum am liebsten gesungen werden. Manchmal mit instrumentaler Begleitung, manchmal ohne, bei den einen ausgiebiger, bei den anderen kürzer. Nicht fehlen aber darf bei den meisten, die die Allgäuer Zeitung zum Thema «Wie halten Sie es mit dem Singen unterm Tannenbaum» befragt hat, der Klassiker schlechthin: «Stille Nacht, heilige Nacht». Und dann ist auch die Bescherung nicht mehr weit.

«Stille Nacht, heilige Nacht» darf auf keinen Fall fehlen, wenn Bürgermeister Werner Himmer mit seiner Familie Weihnachten feiert. Es ist gleichzeitig sein Lieblingslied. Vor der Bescherung liest seine Frau Christine eine Weihnachtsgeschichte vor und die traditionellen Weihnachtslieder werden gemeinsam angestimmt. Die Enkel Lukas (10) und Felix (6), so erzählt Himmer, brächten schon manch modernes Weihnachtslied aus der Schule mit und singen es vor. Da könne er dann nicht mithalten.

Die einzige Gelegenheit, gemeinsam zu musizieren

Drei erwachsene Kinder im Alter von 16, 20 und 23 Jahren hat der künstlerische Leiter der Musikakademie und Chorleiter, Karl Zepnik. Jeder in der Familie spielt ein Instrument. Und an Weihnachten bietet sich inzwischen die einzige Gelegenheit, miteinander zu musizieren. Schon vormittags spielen sich Sophie, Philipp und Felicitas auf Klarinette, Klavier und Harfe ein weinig ein. Am Abend gibt dann Vater Zepnik die Tonart an und greift selbst zur Geige, seine Frau zum Hackbrett. Aber nicht nur gespielt, auch gesungen wird im Hause Zepnik. Ein ganzes Potpourri an bekannten Weihnachtsliedern, wobei er keine besonderen Favoriten habe. Das «Stille Nacht» am Ende aber dürfe nicht fehlen.

Ebenfalls Chorleiter ist Ernst-Werner Reithmeier aus Sulzschneid. «Es wird scho glei dumpa» gehört neben «Tochter Zion» oder auch «Ihr Kinderlein kommet» zu seinen Lieblingsliedern unterm heimischen Tannenbaum. Als die Kinder und dann die Enkel noch klein waren, so erzählt er, wurde schon in der Adventszeit viel gesungen. «Das war schon immer schön.»

Als Leiterin der Chorklasse an der Martinsgrundschule singt Edeltraud Süß von Haus aus viel und gerne. Und so fand in das Süßsche Repertoire an Weihnachtsliedern so manch unbekannteres Stück wie «Kommt ein Licht so leise, leise, leise» Eingang. «Goldenes Blatt vom Himmelsbaum» mag die Lehrerin besonders gern. Das Singen unterm Tannenbaum gehörte bei ihr schon immer zu Heiligabend: Erst mit ihren drei Kindern, wobei sogar ein Krippenspiel aufgeführt wurde.

Dann, als die Kinder größer waren, gab die Familie ein Konzert für Tanten und Omas. Jetzt, so sagt Edeltraud Süß, ist sie selbst Oma von zwei Enkeln (4 und 2 Jahre alt) und selbstverständlich wird das ausgiebige Singen vor der Bescherung weiter gepflegt.

So wie bei ihren Schülern. Kilian, Leonie, Annalena oder auch Daniel erzählen, dass bei ihnen «Oh Tannenbaum», «Stille Nacht» oder «Oh du fröhliche» auf jeden Fall gesungen werden müssen, bevor das Christkind kommt. Meist singt die ganze Familie mit. Manchmal aber sind es auch die Kinder allein, die das Christkind herbeisingen oder mit der Flöte herbei spielen.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2019