Buchloe
«Offene Türen sind ganz wichtig»

Besinnlich ließen die Mitglieder der Buchloer Arbeiterwohlfahrt das Jahr bei der traditionellen Weihnachtsfeier im Kolpinghaus ausklingen: Mit Kaffee und Kuchen und musikalischer Unterhaltung durch den Kolping-Chor Chorisma. Norbert Engel ging auf die Aktivitäten der nunmehr seit 61 Jahren bestehenden Ortsgruppe ein, dessen Vorsitzender er selbst seit 20 Jahren ist. «Viele Dinge» seien in dieser Zeit geschehen und die Liste bislang unterstützter Einrichtungen war sehr lang. Zusammengerechnet waren es über 15000 Euro.

Und die Rückmeldungen über den Erfolg selbst kleiner Unterstützungen freuen den Verein. Zum Beispiel der Dankesbrief zweier Schülerinnen der Comenius-Schule, denen Nachhilfe-Unterricht ermöglicht worden war und die jetzt auf die Realschule gehen.

Engel zeigte sich sichtlich stolz, dass 2009 «etwas auf uns zu kam, auf das wir 30 Jahre gewartet haben»: die Einweihung der Seniorenbegegnungsstätte. Dies sei eine Einrichtung, die «ihresgleichen» im Ostallgäu suche und in der enorme ehrenamtliche Arbeit geleistet werde. Der AWO-Vorsitzende rief auf, im Bekanntenkreis für die Mitgliedschaft in der AWO zu werben und man hätte es aufgrund der Leistungen der vergangenen 61 Jahre endlich verdient, aus «dem Abseits» herausgeholt zu werden.

Zumindest ein Mitglied konnte Engel sofort gewinnen: Bürgermeister Josef Schweinberger, der vor allem die ehrenamtlichen Leistungen der AWO würdigte. Diese würden eine enorme Wirtschaftskraft darstellen. Auf die Bevölkerung der ganzen Stadt hochgerechnet, könnte man damit in einem Jahr die gesamten Schulden bezahlen.

Stadtpfarrer Reinhold Lappat betonte, dass man die Arbeit der AWO «sehr wohl» wahrnehme. Er sagte «danke» dafür, dass immer wieder Türen aufgemacht würden für «Menschen, die uns brauchen». Wie es im Kirchenlied «Macht hoch die Tür, die Tor macht weit» heiße. Das sei ein «wunderbares Bild», so Lappat.

Sein Amtskollege Christian Fait von der evangelischen Gemeinde ging auf die Weihnachtsgeschichte nach dem Evangelisten Lukas ein - darauf, wie Maria und Josef immer wieder vor verschlossenen Türen gestanden hätten. Offene Türen seien «ganz wichtig», betonte Fait. Und zwar das ganze Jahr über, auch dies sei «Advent».

Die diesjährigen Zuwendungen gingen in Form eines Navigationsgerätes an die Sozialstation für deren Notdienst. Mit diesem könne man auch den «letzten Bauernhof in 42 Ländern» finden, scherzte Engel bei der Übergabe.

Weitere 800 Euro bekam die Wasserwacht. Vorsitzender Siegmar Möhl zeigte sich «überrascht» von der Höhe des Betrages, der zur Anschaffung einer Reanimations-Puppe für die Ausbildung vor allem der «starken Jugendgruppe» verwendet werden soll.

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