Ökumene mit Ostkirche weiter fördern

Altusried/Ottobeuren | az | Eine lebendige und kontinuierliche Ökumene mit der orthodoxen Kirche pflegt seit 1989 der 'Förderkreis der Begegnung mit Christen des Ostens' mit Sitz in Altusried. Auf der diesjährigen Jahresversammlung in Ottobeuren wurde diese Ökumene sichtbar durch die Anwesenheit der Äbtissin Michaela und der orthodoxen Schwestern aus dem Kloster Hl. Nikolaus in Gorodok/Ukraine. Sie sangen anschließend mit Vater Andrej eine byzantinische Vesper in der Krypta der Basilika.

Der Jahresrückblick zeigte eine Vielfalt ökumenischer Aktivitäten. Dabei standen zwei Projekte im Mittelpunkt: Die neuntägige Ukrainefahrt der Pfarreiengemeinschaft Altusried und die Neugründung eines ökumenischen Fördervereins in Mindelheim. In der Ukraine überzeugten sich die 15 Teilnehmer von der partnerschaftlichen Zusammenarbeit des Förderkreises mit dem Kloster Gorodok. Darüber hinaus erlebten sie östliche Gastfreundschaft, Spiritualität und in Kiew weltstädtische Kultur.

Die Neugründung eines ökumenischen Fördervereins in Mindelheim wird bereits jetzt als europäisches Pilotprojekt bezeichnet: In der Stadt soll ein ökumenisches Begegnungszentrum errichtet werden, das mit der orthodoxen Kirche realisiert werden soll. Der im Oktober gegründete Förderverein will mit verschiedenen Aktivitäten die finanzielle Basis hierfür schaffen. Das Vorhaben wird von Gremien, Institutionen und Kirchen der Stadt Mindelheim gemeinsam getragen.

Gesprächspartner

Der 'Förderkreis der Begegnung' hat wesentlichen Anteil an diesem Vorhaben. Schließlich erfüllt er seit fast 20 Jahren die Ökumene mit der orthodoxen Kirche als erste Gruppierung im süddeutschen Raum mit Leben und hat tatkräftig die 'ökumenischen Hürden' gemeistert. Da er einen guten Ruf in der Ukraine genießt, ist der Förderkreis nach wie vor Verhandlungs- und Gesprächspartner der orthodoxen Kirche. Auch mit der katholischen Solidaritätsorganisation deutscher Katholiken, Renovabis, steht er in ständigem Kontakt. Zusammen mit dem Hilfwerk soll 2008 unter anderem die zukünftige Weichenstellung für ein Kinderprojekt in Kiew gestellt werden, für das der Förderkreis eine Teilpatenschaft übernehmen will.

Die Familienpatenschaft im Wallfahrtsort Potschajew wird nach wie vor gefördert und von Richard Rauch (Kaufbeuren) betreut. Für 2008 steht zudem die Vorbereitung einer weiteren Ukrainefahrt des ostliturgischen Lehrerchors an.

Das bewährte Vorstandsteam wurde einstimmig wieder gewählt: Eleonore Gabler (Stellvertreterin) Hans-Jürgen Thiemer (Vorsitzender), Werner Geiger (Schatzmeister) und Peter Henn (Schriftführer).

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