Oberstdorf
Oberstdorf steht hinter WM 2015

Der Markt Oberstdorf wird sich an den Investitionen, die in den nächsten Jahren an den WM-Anlagen in der Erdinger Arena und im Langlaufstadion Ried nötig sind, beteiligen. Auch die Kosten, die direkt bei einer möglichen Ausrichtung der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2015 anfielen, will der Markt mittragen. Allerdings knüpft der Gemeinderat daran verschiedene Bedingungen - vor allem eine stärkere Mitbestimmung in der Nordischen Skisport GmbH & Co. KG (KG). Mit einer klaren Mehrheit - 20 von 24 Stimmen - hat sich der Gemeinderat für diesen Beschluss entschieden. Dem waren zähe Verhandlungen über Monate vorausgegangen.

Die Erleichterung aufseiten der Sportfunktionäre war nach der eindeutigen Entscheidung groß. Stefan Huber, Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs- GmbH, betonte: «Es ging nicht nur um die WM-Bewerbung 2015, sondern auch um die grundsätzliche Frage, ob Oberstdorf einen jahrzehntelangen Weg weiterverfolgt.» Um so mehr freute sich Huber nun über das «klare Bekenntnis, dass Tourismus und Sport in Oberstdorf weiter Hand in Hand gehen wollen». Huber spricht von einem «tragbaren Beschluss für alle Seiten».

In der Ratssitzung erläuterte Bürgermeister Laurent Mies vorab: Im Zuge der WM-Bauten für 2005 seien Erdinger Arena und Langlaufstadion ins Eigentum der KG übergegangen. «Eigentlich ist es selbstverständlich, dass sich der Eigentümer um Investitionen in die eigenen Anlagen kümmert», so der Gemeindechef.

Die KG aber könne die Maßnahmen zum Erhalt des Bundesstützpunktes - also vor allem die Arbeiten an der Schanze HS100 - sowie die Kosten für eine weitere WM 2015 nicht schultern. Im Gegenzug fordere die Gemeinde daher eine stärkere Mitbestimmung und Beteiligung an der KG. Jetzt gehe es aber vor allem darum, dem Deutschen Skiverband (DSV) ein verlässliches Zeichen pro WM zu geben. Die Sanierung der HS 100 ist nötig, weil 2013 deren Zertifizierung - eine Art TÜV für Sportanlagen - abläuft. Trainings- und Wettkampfsprünge wären dann nicht mehr möglich.

Bürgermeister Mies verwies auf die jahrzehntelange Tradition des Nordischen Skisports in Oberstdorf, die es fortzusetzen gelte, und darauf, dass sämtliche Arbeiten an den WM-Anlagen auch dem Bundesstützpunkt zugutekämen. In der Ratsdiskussion sprachen sich CSU, Freie Wähler, UOL und FDP geschlossen für das Bekenntnis zur Bewerbung um die WM 2015 aus, SPD und Grüne stimmten dagegen.

FW-Rat Martin Rees betonte zudem: «Ich erwarte nun vom DSV, dass er sich endlich von Ausstiegsszenarien verabschiedet.» Im Zuge der Verhandlungen hatte dieser Oberhof als Alternativort genannt. Dazu DSV-Chef Alfons Hörmann: «Dass Oberhof nach den zwischenzeitlichen Irritationen den Hut in den Ring geworfen hat, ist ja nicht verwerflich. Aber nun steht fest: Oberstdorf ist unser Bewerber Nummer eins. Jetzt geht es darum, eine Top-Bewerbung vorzubereiten.

» Am 3. Juni 2010 wird die FIS in Antalya entscheiden, ob Oberstdorf zusammen mit dem DSV eine weitere WM erhält. »Standpunkt im Allgäu-Sport

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