Obere Singold-Gruppe überdenkt neue Brunnen

Waal (wad). - Auch bei der jüngsten Sitzung des Wasserzweckverbandes Obere Singold-Gruppe wurde kein Beschluss über die Fassung eines neuen Brunnens im Waaler 'Spitalholz' gefasst. Während sich Experten für diesen Brunnenstandort aussprachen und inzwischen auch die Kosten für den Anschluss des Trinkwassernetzes an die neue Quelle ermittelt haben, denken die Mitgliedsgemeinden auch über andere Alternativen nach. So wurde der Anschluss an einen bestehenden Wasserverband ebenso diskutiert, wie die mögliche Reaktivierung einer bestehenden Quelle bei Weinhausen. 180 Jahre, gleichmäßig verteilt auf drei Per-sonen, nahm Monika Groner, Bürgermeiste-rin von Unterdießen und Vorsitzende des Zweckverbandes zur Wasserversorgung Oberen Singold-Gruppe zum Anlass, um Josef Demmler, Walter Spachtholz und Franz Igel bei der Verbandsversammlung im Gasthof &po_226;Post' in Waal jeweils zu ihrem runden Geburtstag zu gratulieren. Neben der Gemeinde Unterdießen gehören die Stadt Landsberg mit ihrem Ortsteil Ellighofen, die Stadt Buchloe mit ihrem Ortsteil Honsolgen sowie die Marktgemeinde Waal zum Zweckverband. Im Zuge einer Bauvoranfrage in Waal hatte sich 1994 herausgestellt, dass die Fließrichtung des Grundwassers eine andere ist, als bisher angenommen. Daraufhin wurde dem Zweckverband nahe gelegt, mittelfristig einen neuen Brunnen zu bohren oder die Wasserversorgung an einen anderen Zweckverband anzuschließen. Untersuchungen und Bohrungen ergaben, dass es am Nordrand des 'Spitalholzes' südwestlich von Waal ein lohnendes Grundwasservorkommen gibt. Der mit der Untersuchung beauftragte Diplom-Geologe Horst Tauchmann referierte nun bei der Sitzung detailliert über die Ergebnisse bezüglich der Qualität und der Herkunft des 'Spitalholz'-Wassers: 'Dieses Gebiet ist eines der bestuntersuchten Wassereinzugsgebiete im Ostallgäu und ist aus meiner Sicht der beste Standort, weil der Anstrombereich fast ausschließlich unter Waldflächen verläuft', resümierte er. Der mögliche Schutzzonenbereich erstrecke sich auf einer Länge von rund drei Kilometern bis nach Unterostendorf.

Bis zu einer Million Euro Ein mit der Kostenberechnung für den Anschluss der neuen Quelle an das Wasserversorgungsnetz beauftragte Ingenieur-Büro hatte diese Zuleitung für einen Verbrauch von 500000 Kubikmeter pro Jahr kalkuliert. Bei einem Anschluss an das Ortsnetz Waal müssten rund 1,8 Kilometer neue Leitungen gebaut werden, was etwa 720000 Euro kostet. Eine direkte Druckleitung von der Quelle zum Hochbehälter in Emmenhausen mit rund 3,6 Kilometern Länge käme auf gut eine Million Euro. Buchloes Bürgermeister Josef Schweinberger rief die Verbandsräte dazu auf, die finanzielle Seite des Brunnenneubaus genau zu durchleuchten. Außerdem plädierte er dafür, bei der Gestaltung der künftigen Wasserversorgung der Oberen Singold-Gruppe auch zu beachten, dass die Mitgliedsgemeinden, aber vor allem auch die Stadt Buchloe in absehbarer Zeit eine Not-Wasserversorgung schaffen müssen. Zudem wies Schweinberger auf ein momentan ungenutztes Wasserschutzgebiet bei Weinhausen hin, dass ebenfalls in die Überlegungen mit einbezogen werden sollte. Entsprechend lautete Groners Beschlussvorschlag: 'Bevor wir über das Gebiet Spitalholz befinden, werden die technischen Möglichkeiten für einen Anschluss nach Weinhausen geprüft und bei einer weiteren Sitzung zudem die Verbundmöglichkeit mit anderen Wasser-versorgern überdacht.' Dem stimmten alle Verbandsräte zu.

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