Nur wenig Müll im Wertstoffsack

Marktoberdorf/Ostallgäu(vit/wu). - Knapp ein halbes Jahr nach Einführung des 'Wertstoffsacks' im Ostallgäu zieht man im Landratsamt eine positive Zwischenbilanz: Im Schnitt seien nur 1,3 Prozent des Inhalts aus den Grünen Beuteln 'Fehlwürfe' - also Abfälle die in den Restmüll gehören. Theo Frey, Geschäftsführer des mit der Sortierung beauftragten Recycling-Unternehmens Hubert Schmid in Marktoberdorf, verweist darauf, dass nur in Einzelfällen bis zu 15 Prozent Störstoffen in den Säcken landen. 'Die Resonanz der Bürger ist durchwegs sehr positiv', fasst Klaus Rosenthal für das Landratsamt die Rückmeldungen von den Wertstoffhöfen zusammen. Kurz nach Ausgabe der 'Grünen Wertstoffsäcke' im Januar stellte das Landratsamt bereits einen regen Rücklauf über die Wertstoffhöfe fest, der bis heute anhält. Kein Sortieren mehr von Kunststoff-Bechern, -Flaschen, -Folien, Aluminium und Getränkekartons in fünf Kisten im heimischen Keller, darin liegt vor allem der Vorteil des Grünen Sacks. Denn in ihn kommen nun alle Leichtverpackungen. Dass die einzelnen Verkaufsverpackungen nicht mehr sortiert werden müssen, werde von den Bürgern sehr begrüßt und habe dazu geführt, dass mehr Haushalte dieses Sammelsystem nutzen, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes. Auch Personen, die früher ihre Verpackungen wohl in die Restmülltonne warfen, tauchten nun am Wertstoffhof auf, beobachten dort die Mitarbeiter. Die kontrollierte Annahme der transparenten Grünen Säcke an den Wertstoffhöfen bewirkt, dass nur ein geringer Anteil an Fehlwürfen im Beutel landet. Bei der Sortierung wurden bisher nur 1,3 Prozent Fehlwürfe heraus gefiltert, berichtet Rosenthal und verweist auf Vergleichswerte des Dualen Systems Deutschland (DSD): 'Damit nehmen wir, bundesweit einen Spitzenplatz ein.'

Kaum Verpackung in der Tonne Die Vereinfachung durch die gemischte Erfassung habe eine breitere Akzeptanz in der Bevölkerung bewirkt, heißt es beim Landratsamt. Dies belege auch die positive Entwicklung des Verpackungsanteiles im Restmüll. Kontrollen der Restmülltonnen haben ergeben, dass weniger Wertstoffe mit dem Hausmüll entsorgt werden. Insgesamt wurden seit Beginn des Jahres bis zu fünf Prozent weniger Gefäßinhalte wegen Fehlwürfen beanstandet. In der 'Abfallwirtschaft' im Landratsamt sind auch die Probleme von alten, gebrechlichen oder kranken Menschen bekannt, die sich des öfteren beschweren , dass der 'Grüne Sack' nicht abgeholt wird. Ihnen empfiehlt der Landkreis Fahr- oder Transportgemeinschaften mit Nachbarn oder Verwandten zu bilden, damit sich möglichst alle Bürger an diesem Erfassungssystem beteiligen können. Durch den grünen Sack hat sich auch die Anlieferung am Wertstoffhof vereinfacht, da die Sortierung in Fraktionen dort entfällt. So konnten die Betriebskosten an den Wertstoffhöfen deutlich gesenkt werden, was künftig zur Gebührenstabilität beitragen soll, so das Landratsamt. Auch Gewerbebetriebe und Fremdenverkehrseinrichtungen profitieren von der Vereinfachung des Systems. Mittlerweile hat man übrigens auch eine Erklärung dafür gefunden, warum es bei der Einführung der Säcke zu Engpässen bei der Beutel-Versorgung kam: 'Wir bekommen jetzt noch Säcke von der ersten Verteilung zurück', berichtet Theo Frey vom Recycling-Unternehmen Schmid. Dies zeige, dass die Bürger die Säcke regelrecht gehortet hätten. Inzwischen habe man zudem auf eine reißfestere Qualität bei den Beuteln umgestellt. Auch weiterhin suchen das Recyclingunternehmen und das Landratsamt zudem Möglichketen, um das System zu verbessern und so den Bürgern die Werstoffsammlung noch mehr zu erleichtern.

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