Nur ein Architekt fehlt noch im Arbeitskreis

Igling (hön). - Seit Jahren wird in Igling über ein Dorfgemeinschaftshaus gesprochen - so recht weiter gekommen ist man bis zum vergangenen Jahr aus den verschiedensten Gründen eigentlich nicht. Jetzt wurde die Idee von einem Arbeitskreis erneut aufgegriffen und mit der nötigen Konsequenz betrieben. Das Resultat: Je konkreter das Objekt, desto größer das Interesse in der Bevölkerung. Hermann Häusler, Sprecher des Arbeitskreises 'Dorfgemeinschaftshaus Igling', ist zufrieden mit der Entwicklung. Nur der selbst gesteckte Zeitrahmen müsse unter allen Umständen eingehalten werden, sonst 'verschwindet das Projekt nach endlosen Diskussionen wieder im Nebel'. Akribisch haben er und seine Mitstreiter einen Zeitplan ausgearbeitet, an dessen Beginn eine Bedarfsermittlung per Fragebogen stand. Der Rücklauf sei unerwartet gut gewesen, lag nahezu bei 100 Prozent. Schnell wurde klar, dass ein Großteil der Vereine und Organisationen ein Dorfgemeinschaftshaus mit einem teilbaren Festsaal für maximal 200 Personen favorisiert. Bei angenommenen rund 80 Veranstaltungen im Jahr wird der Selbstbewirtschaftung oder Bewirtung mit Dienstleistung der Vorzug gegeben: 'Ein fester Wirt würde sich vermutlich nicht tragen', befürchtet Häusler.

Nun ging es darum, einen Standort zu ermitteln. Dabei ist es ein offenes Geheimnis, dass Bürgermeister Herbert Szubert den neuen Sportplatz favorisiert, eine Möglichkeit, die laut Häusler aber sehr teuer kommt. Doch hat Szubert auch kein Problem damit, wenn bestehende Bausubstanz genutzt werden kann: 'Wichtig ist, dass die Finanzierung steht und die Gemeinde nicht über die Maßen belastet wird', gibt Szubert die Richtung vor, ist aber froh, dass 'die Diskussion sehr sachlich geführt wird'. Ein Wunsch, der ganz im Sinne des Arbeitskreises ist. So verspricht Häusler jetzt schon, dass die auf über eine Million Euro geschätzten Kosten entscheidend durch Eigenleistungen der Vereinsmitglieder gesenkt werden könnten: 'Wir werden uns während der Bauphase mit vielen Arbeitsstunden einbringen.' Doch zurück zur Standortfrage. Entscheidungshilfe holt sich der Arbeitskreis in anderen Gemeinden, die bereits über Gemeindehäuser verfügen. 'Wir könnten uns gut vorstellen, dass ein Anbau an das Feuerwehrhaus der optimale Vorschlag wäre', denkt Häusler an die vorhandene Infrastruktur. Im Juni soll die Entscheidung fallen. Parallel dazu sollen die Planungen aber weiter vorangetrieben werden. Und dazu hätte Häusler, der Perfektionist, einen großen Wunsch: 'Wir brauchen unbedingt noch einen Architekten für den Arbeitskreis', denn: 'Wir wollen's jetzt endlich richtig machen'.

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