Trauchgau
Nur die B17 neu liegt Bürgern im Magen

Es war bereits nach 22 Uhr am Dienstag, als die Bürgerversammlung der Gemeinde Halblech mit einem Lob für die Gemeinderäte und Bürgermeister Bernd Singer schloss. «Es gab in der Vergangenheit selten Jahre, in denen so viele dicke Brocken erledigt wurden wie heuer und die Bemühungen des Gemeinderats so von Erfolg gekrönt waren», sagte Franz Leiterer mit Blick auf die von Singer zuvor vorgestellten Maßnahmen. Sein Dank an die Gemeinderäte brachte noch einmal die für eine Bürgerversammlung ungewöhnliche Harmonie zum Ausdruck, die an diesem Abend nur einmal zu kippen drohte - als es um das Gutachten zur B17 neu ging.

«Ich war fast erschrocken, als ich in der Zeitung gelesen habe, dass der Gemeinderat es nicht für nötig hält, 2000 Euro für das Gutachten zu investieren», klagte ein Bewohner. Das könne angesichts des steigenden Verkehrs nicht angehen, sagte eine Anwohnerin aus Buching. «Insbesondere der Schwerlastverkehr hat immer mehr zugenommen und könnte doch abgeleitet werden.» Warum Halblech das Gutachten ablehne, war den Beiden daher ein Rätsel. Ein leicht verlegener Bürgermeister erklärte, dass das Kommunalparlament von einem solchen Gutachten keine positiven Ergebnisse für die Gemeinde erwarte. Im Gegenteil: «Wir müssen sogar fürchten, von den größeren Verkehrsachsen vollständig abgehängt zu werden», erklärte Singer den Beschluss, dessen einzige Gegenstimme von ihm selbst kam. Und doch versprach er, das Thema in der nächsten Sitzung noch einmal aufzugreifen.

Dietmar Brinkmann sprach hingegen die Daseinsfürsorge der Gemeinde an und wollte wissen, was Halblech bezüglich der Einkaufsmöglichkeiten vor Ort plane. «Von der Größe steht Halblech landkreisweit im vorderen Drittel. Wenn es um den Einkauf von Dingen des täglichen Bedarfs geht, jedoch sicher im hinteren Drittel», so der Trauchgauer. «Wir stehen schon seit zwei Jahren in Kontakt mit einer Lebensmittelkette, die bei uns einen Markt etablieren möchte», sagte Singer. Die Verhandlungen gerieten indes ins Stocken, da die Lebensmittelkette ein Grundstück favorisiert, das in privater Hand sei. Gespräche vor Kurzem hätten jedoch gezeigt, «dass man nun auch bereit ist, auf ein anderes Grundstück auszuweichen».

Kostenlose Parkplätze

Eine weitere Anregung Brinkmanns versprach Singer mit dem Gemeinderat zu diskutieren. «Wir bieten einen der schönsten Parkplätze für Wanderer kostenlos an. Warum gibt es keine Automaten beim Kenzenparkplatz», fragte Brinkmann. Auch darauf hatte Singer eine Antwort parat. «Wir hatten das Thema vor geraumer Zeit im Gemeinderat diskutiert und sind aber zu dem Schluss gekommen, dass wir die Möglichkeit des kostenlosen Parkens als eine Art Qualitätsstandard zur Verfügung stellen wollen», erklärte der Gemeindechef abschließend.

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