Kempten
Nordspange: Planung soll bald fertig sein

Die Vorbereitungen für die Nordspange sollen im nächsten Jahr vorangetrieben werden. Gescheitert ist im Finanzausschuss am Montagabend ein Antrag, die Mittel für die Planung und möglicherweise erste Baumaßnahmen des Zehn-Millionen-Euro-Projekts zu reduzieren.

Thomas Hartmann (Grüne) hatte sich für eine Kürzung des entsprechenden Postens stark gemacht. Er wollte verhindern, dass mit einem Baubeginn bereits nächstes Jahr unumstößliche Tatsachen zwischen Memminger Straße und Gewerbegebiet Ursulasried geschaffen werden. «Neue Erhebungen gehen nicht von steigenden Zulassungszahlen aus», argumentierte er. Deswegen sei es zwar in Ordnung, weitere Untersuchungen zu dem angestrebten Brückenschlag über die Iller zu machen. Ein Baubeginn passe indes nicht zur angespannten Haushaltslage. Hartmann hätte das eingesparte Geld lieber in die Sanierung des Hildegardplatzes gesteckt.

Im bürgerlichen Lager fand diese Idee keine Unterstützung. «Die Wirtschaft wartet darauf, vernünftige Verkehrsbedingungen zu bekommen», mahnte etwa Harald Platz. Mit der neuen Verbindung ließen sich «eine ganze Menge gefahrener Kilometer einsparen», sagte Erwin Hagenmaier. Dies sei ein aktiver Beitrag zu Umweltschutz und CO2-Einsparung. Der Hildegardplatz habe auch gar nicht die Priorität, dass eine Verschiebung der Nordspange nötig würde, befand Ludwig Frick (SPD).

Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer erinnerte an das jüngste Verkehrsgutachten: Demnach hätten die Belastungen an Berliner Platz, Kaufbeurer Straße und Adenauerring längst die Werte erreicht, die man ursprünglich erst für 2015 erwartet hatte. Dass sich der Individualverkehr zurückführen lasse, hält Netzer für «utopisch».

Vor 2011 sei an eine Umgestaltung des Hildegardplatzes ohnehin nicht zu denken, hieß es. Die Diskussion über dessen künftige Gestaltung soll im ersten Quartal 2010 weitergeführt werden.

Umfangreiche Analysen

Innerhalb des ersten Halbjahrs soll der Bebauungsplan Nordspange stehen, sagte Baureferentin Monika Beltinger. Umfangreiche Untersuchungen zu Lärm, Naturschutz, Ausgleichsflächen und dazu Grundstücksverhandlungen hätten den Prozess zuletzt etwas eingebremst. Ob 2010 der Spatenstich erfolgen könne, sei noch unklar.

576000 Euro sind im Jahr 2010 für die Nordspange vorgesehen. Sollte sich die Haushaltslage immens verschlechtern, könne man nach dem ersten Halbjahr immer noch neu diskutieren, meinte der OB.

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