Ruderatshofen
Noch viel Potenzial

Nach Tokio Hotel, Killerpilzen und anderen sehr jungen Bands versucht auch «Sternblut» aus Ebenhofen auf diesem Markt Fuß zu fassen. Doch das Unterfangen ist schwierig, heißt es bei Branchenkennern. Dennoch lassen Mona (17) und Debo (15) Holzmann nicht locker. Nach drei Tagen Probe mit ihrer Band gaben sie nun ein Konzert im Walburgsaal in Ruderatshofen: Die jugendlichen Zuhörer feierten die beiden Sängerinnen, Musikerinnen und Songschreiberinnen. Und das gesetztere, geladene Publikum äußerte sich sehr angetan über das musikalische Potenzial von Sternblut.

Es war fast ein Heimspiel für die Holzmann-Schwestern aus Ebenhofen. Fast wie Sternschnuppen flitzten sie gleich zu Beginn auf die Bühne und zogen die Zuhörer vor der Bühne - vor allem junge Mädchen - in ihren Bann. «Wir sind stark», sangen Debo und Mona ins Mikro. Dass das stimmt, davon überzeugten sie gut eine Stunde ihr Publikum mit Balladen und rockigen Titeln, mit Schlagermelodien und anspruchsvollen Songs. Sie boten eine ungewöhnliche Vielfalt mit den Songs, die Debo und Mona selbst texten und komponieren. Als ausgezeichnete Partner präsentierten sich Christian Bader (Bass), Magnus Dauner (Drums) und Peter Simon (E-Gitarre) als Begleitmusiker von Debo und Mona, die sehr gesangsbetont arbeiten.

Spende für Grundschule

Positiv angetan zeigte sich am Ende des Abends auch der Ebenhofener Schulleiter Wolfgang Süß: In seinem Schulchor hatten die Holzmann-Schwestern erste musikalische Gehversuche unternommen. Deborah wurde dabei schon mit einer Hauptrolle im Schülermusical «Der Regenbogenfisch» bedacht. «Das hat sie damals schon recht professionell gemacht», meint ihr früherer Lehrer. Als Dank bekommt die Schule nun Spenden, die an diesem Abend gesammelt wurden. Mit ihnen können neue Orff-Instrumente gekauft werden.

Auch Biessenhofens Bürgermeister Wolfgang Eurisch staunte, was die beiden auf die Beine stellen: «Mir hats gut gefallen - vor allem, dass alles live und handgemacht war und die Songs selbst geschrieben sind.»

Das stellt auch ein Profi der Musikszene heraus: Willi Staud, Leiter des Bayerischen Jazzbüros in Marktoberdorf und Mitglied der Showband Voice. Man erlebe selten eine so junge Band, die musikalisch so weit ist. «In Sternblut steckt noch viel Potenzial», so Staud.

In einigen Radiosendern zu hören

Trotz dieser Fähigkeiten läuft der Karrierestart nicht so zügig wie geplant: Im Oktober lief ihr Song «Komm wir malen uns das Leben» im Hintergrund einer großen Telekom-Werbekampagne. Nun hat Warnermusic eine kleine Tournee und den Erscheinungstermin ihrer Single und des Albums wieder verlegt. Neuer Termin ist im Januar.

Dennoch: Auch jetzt gibt es Sternblut zu hören. In mehreren Radiosendern läuft der Song «Komm wir malen uns das Leben» immer wieder. Am 3. Dezember sind Debo und Mona zu Gast im Kinderkanal KiKa, am 5. Dezember geht es zu SWR und am 15. Dezember spielen sie in der Kultbox in Kempten. Bis dahin sind Auftritte wie nun in Ruderatshofen willkommene Termine, um Liveerfahrung zu sammeln und das Potenzial zu steigern.

www.sternblut.de

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