Nieselregen schreckt Radfahrer nicht ab

127 Teilnehmer bei 4. Westallgäuer Mountainbike-Rundfahrt Weiler (dj). Viele waren vom Helm bis zu den Radlerschuhen mit Schlamm versehen. Aber ein zufriedenes Lächeln hatten alle auf dem Gesicht. Denn trotz des leichten Nieselregens waren 127 Teilnehmer zur 4. Westallgäuer Mountainbike-Rundfahrt gekommen. Und am Ende der Tour waren alle begeistert. Auch Organisator Manfred Greiner aus Weiler freute sich über die gelungene Veranstaltung: 'Alles hat reibungslos geklappt..

Am Anfang war es 'nur' eine Idee, eine Tour zu organisieren, um zu zeigen, wie schön es in der Gegend ist. Elf Mountainbiker starteten im November 2000 in Weiler zur ersten Westallgäuer Rundfahrt. Vier Jahre später hat sich der Kreis der Teilnehmer enorm vergrößert. 127 Männer und Frauen - vom Hobby-Biker bis zum Marathon-Radfahrer - waren bei der vierten Auflage dieser Veranstaltung dabei. Einer davon ist Heiko Venzel aus Mainz, der wohl die weiteste Anreise hatte. Am Samstag startete der ambitionierte Radsportler noch beim Marathon-Rennen in Pfronten. Durch Zufall habe er dort von der Westallgäuer Tour erfahren, erzählte Venzel. Dann hatte er die spontane Idee: 'Da kann ich richtig locker ausfahren.'Die Teilnehmer der Westallgäuer Rundfahrt konnten zwischen einer 40 Kilometer langen Tour mit 800 Höhenmetern und einer 80-km-Strecke (1600 Hm) wählen. 'Je nach Leistungsfähigkeit haben wir diese Routen noch in drei verschiedene Geschwindigkeitsklassen eingeteilt', erklärte Greiner. In drei Stunden und 40 Minuten absolvierte Karl-Heinz Boost aus Schwäbisch Hall die 80-km-Strecke. Roland Ballerstedt, der ehemalige Weltklasseathlet im Duathlon, begleitete diese schnelle Truppe als 'Tour-Guide'. 'Es ist toll, so einen erfahrenen Fahrer neben sich zu haben', freute sich Boost. Tipps zum richtigen Schalten und zur Krafteinteilung habe er von Ballerstedt bekommen. Und der weiß, wovon er spricht. Schließlich kennt er die Mountainbike-Strecken in der Gegend in- und auswendig. Insgesamt 40 Führer begleiteten die zwölf Gruppen quer durchs Westallgäu, ausgestattet mit Verbandszeug und Reparaturset. 'Zum Glück', gestand Bettina Nausester aus Weiler. Denn in ihrer Gruppen war Pannenhilfe angesagt. 'Kette gerissen, Plattfuss und Lenker verschoben', zählte die Hobbyradlerin im Ziel die Schwierigkeiten auf. In Weiler wartete Jürgen Burger aus Lindenberg gespannt auf das Eintreffen seiner Frau Rosmarie. 'Sie kam direkt von der Nachtschicht nach Hause und schlüpfte sofort in die Radbekleidung', erzählte er. Etwas 'verrückt' fand er das schon - 'aber sie wollte halt unbedingt bei dieser Rundfahrt mitmachen.'Nach gut sieben Stunden waren schließlich alle Mountainbiker im Ziel. Mit dabei auch der siebenjährige Christian Sutter aus Weiler und der 68-jährige Heinrich Rupfle aus Bodolz - jüngster und ältester Teilnehmer der Tour. ls größte Gruppe war der TSV Opfenbach mit fünf Personen am Start. Nach einer tüchtigen Radlerbrotzeit mit Nudeln und Müsli haben die Biker noch lange diskutiert - über Schaltung, Bremstechnik und Streckenprofil. Und alle waren sich einig: 'Wir kommen nächstes Jahr wieder.'

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