Nicht nur für Familien ein Anziehungspunkt

Marktoberdorf/Ostallgäu (af). - Hier Spiele für die Kinder zum Mitmachen, dort oft spannende Vorführungen, und für die Eltern gab es - nicht nur - Vorträge. Der Bogen war weit gespannt beim Ostallgäuer Kinder- und Jugendevent, der parallel zur Gewerbeschau auf dem Gelände am Modeon stattfand. Der große Zuspruch überraschte selbst die Organisatorinnen um Hannelore Leonhart: 'Es gab nur Positives zu hören.' Es war ein stückweit auch ein Wagnis, was die fünf Frauen - Michaela Bayrhof (Kindergarten Buchel), Siegrid Bornhof (Adalbert-Stifter-Kindergarten), Gerlinde Haslbaur (Kindergarten Geisenried), Sigrid Kögel (Kindergarten Rieder) und Hannelore Leonhart (Kindergarten Leuterschach) - eingegangen waren. Eine Ausstellung mit Rahmenprogramm hatten sie in dieser Größenordnung noch nie auf die Beine gestellt. Und so sei die Frage nicht ausgeblieben, ob sich der ganze Aufwand überhaupt lohne, berichtete Leonhart. Die Antwort darauf gaben die Besucher. Es seien auffallend viele junge Familien mit Kindern auf die Gewerbeschau gekommen. Ein Personenkreis, der bisher in dieser Anzahl nicht den Weg zur Ausstellung gefunden habe. Ihr Kommen dürften sie nicht bereut haben, denn beim Kinder- und Jugendevent war 'Leben in der Bude', besser in den Zelten.

Jede Menge Kurzweil Die Geschäftsleute, die sich mit ihren Artikeln speziell für junge Kunden präsentierten, ließen an ihren Ständen basteln oder animierten auf andere Weise zum Mitwirken. Etliche Vereine stellten sich und ihre Arbeit vor. Auch sie ermöglichten den jungen Messebesuchern die Teilnahme an verschiedenen Aktivitäten, sei es das Surfen im Internet oder Grillen am Lagerfeuer. Auch im Bühnenzelt kam keine Langeweile auf. Dicht an dicht gedrängt saßen Groß und Klein bei den vielen Vorführungen. Als besonderer Anziehungspunkt stellte sich das Zelt zur Entfaltung der Sinne heraus. Dort staunten nicht nur die Kinder, was sich alles in eigentlich Bekanntem entdecken lässt, wenn man nur genau hinschaut. Das weckte auch die Neugier vieler Erwachsener, die anschließend ganz fasziniert das Zelt verließen. 'Wir haben mit vielen Menschen Kontakt bekommen. Das war sehr schön', freute sich Hannelore Leonhart. Trotzdem entdeckten sie und ihre Mitstreiterinnen noch ein paar Mängel, die beim nächsten Mal behoben werden sollten. Das Heuhüpfen fand wegen des Wetters nur sporadisch statt, 'das müssen wir überdachen'. Ebenso wünschen sie sich ein größeres Zelt, damit die Kinder noch mehr an den Ständen werkeln können. Auch eine Ecke, in die sich Eltern mit ihren Kindern einmal zurückziehen und Ruhe erleben können, sollte dann nicht mehr fehlen.

Auf mehrere Schultern verteilen Die Frage sei ferner, ob im nächsten Jahr erneut die Erzieherinnen die Verantwortung tragen oder ob sich der Kinder- und Jugendevent nicht auf mehrere Schultern verteilen lasse. An den Finanzen sollte ein Neuauflage zumindest nicht scheitern. Außer diversen Sponsoren beteiligte sich die Aktion 'Jung und gesund' - initiiert von Dr. Irene Epple-Waigel, gefördert vom bayerischen Gesundheitsministerium sowie dem Landkreis - mit 2000 Euro an dem Projekt. Daran, dass auch bei den nächsten Gewerbeschau etwas für junge Besucher geboten werden sollte, ließen Landrat Johann Fleschhut und Bürgermeister Werner Himmer keinen Zweifel. Nur bat Himmer: 'Nennt es dann Kinder- und Jugend-Erlebnistage und nicht -event.'

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