Eisenberg
Neujahrsschreien: Ein alter Brauch lebt fort

«Mir wünschet uib a guets nuis Johr!» Mit diesem Ruf ziehen in Eisenberg und den dazugehörenden Weilern jedes Jahr am Neujahrstag in aller Frühe die Schulkinder in kleinen oder größeren Gruppen von Haus zu Haus. Alle Kinder sind mit einem «Geldsäckle» ausgerüstet, denn für so gute, ehrlich gemeinte Wünsche gibt es eine kleine finanzielle Entschädigung, früher «a Batzele» genannt.

Auch ein Täschchen haben die Neujahrsschreier dabei, denn in manchem Haus gibt es die heiß begehrten selbst gebackenen «Laibla» oder andere Süßigkeiten. Dieser schöne Brauch wird seit vielen Generationen immer noch liebevoll gepflegt. Die Älteren denken gerne zurück an die kleinen Beträge, die sie damals erhalten hatten. In kargen Zeiten bedeuteten sie für die Kinder oftmals einen kleinen Reichtum.

Mittlerweile, so bedauert Bürgermeister Alfons Stapf, wollen jedoch viele Menschen am Neujahrsmorgen ihre Ruhe haben und öffnen den Kindern die Türen nicht. Vor manchem Haus geben die Kinder so vergeblich ihre guten Wünsche von sich. Der Bürgermeister appelliert deshalb an alle Hausbesitzer und Mieter, den Kindern zu öffnen und sie nicht vor verschlossenen Türen stehen zu lassen.

Auf Knallkörper verzichten

Einen weiteren Appell richtet Stapf an die Eltern. Denn vereinzelt hatten die Kinder in den vergangenen Jahren Knallkörper bei sich, die sie vor den Häusern zündeten. Eltern sollten ihre Kinder genau überwachen, um Ärger und Brandschäden von vornherein zu vermeiden, so der Bürgermeister. Der alte und schöne Brauch solle in seiner Urform erhalten bleiben.

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