Neugablonz als Erfolgsgeschichte

Neugablonz |oll| Unter dem Motto 'Heimat verbindet' fand im Gablonzer Haus die Landesversammlung der Union der Vertriebenen und Aussiedler (UdV) statt. Herzstück der CSU-Veranstaltung war eine Grundsatzrede des bayerischen Staatsministers Erwin Huber. Darin bescheinigte er dem CSU-Oberbürgermeister Stefan Bosse 'eine beeindruckende Erfolgsbilanz'. Bernd Posselt, Mitglied des Europa-Parlaments und amtierender UdV-Landesvorsitzender, wurde bei der Tagung einstimmig an die Spitze der 'ältesten Arbeitsgemeinschaft der CSU' wiedergewählt.

Nach einem gemeinsamen Besuch des Isergebirgs-Museums mit dem Staatsminister nannte Posselt im Saal den CSU-Vorsitzenden Huber 'einen bewährten Freund der Heimatvertriebenen und Aussiedler'. Man schätze sich glücklich, dass bereits Franz-Josef Strauß, Theo Waigel und Edmund Stoiber dieses Haus besucht hätten und dass Huber mit seinem Besuch die Reihe der Parteivorsitzenden fortsetze. Weiter sagte der Europa-Parlamentarier, Huber habe in seiner 'großartigen Rede' auf die elementaren Grundsätze der CSU - darunter Frieden, Freiheit, Eigentum und Dialog - hingewiesen. 'Geradezu gespenstisch' nannte er es, dass kürzlich eine Vertreterin der Linken aus dem Westen die Wiedereinführung der Stasi gefordert und die Mauer verteidigt habe. 'Dies zeigt, dass es dringend notwendig ist, sich offensiv für Frieden und Freiheit und gegen den freiheitsfeindlichen Sozialismus einzusetzen.' Politik, Schule, Universität und Gesellschaft seien gefordert, diese scheinbar überkommenen Werte zu verteidigen und zu erneuern.

Auch der Begriff Heimat, so Posselt, sei keineswegs altmodisch und überkommen. Gerade hier in Neugablonz, wo viele Menschen nach ihren Wurzeln suchten, spüre man, dass Heimat die Generationen verbindet. 'Heimat trennt nicht. Sie führt die Menschen zusammen', so Posselt. 'Deshalb ist die Vertriebenen-Kulturarbeit, die die Regierung Schröder versucht hat zu demolieren, ein ganz wesentliches Binde-Element für Europa.'

Besonders verpflichtet

Neugablonz sei der richtige Ort für eine solche Landesversammlung, sagte Bosse in seinem Grußwort. 'Die Stadt Kaufbeuren mit ihrem größten Stadtteil Neugablonz fühlt sich den Heimatvertriebenen in ganz besonderer Weise verpflichtet', so der OB. 14 000 Menschen hätten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hier eine neue Heimat gefunden und sich diese hart erarbeitet. Die Heimatvertrieben hätten auf dem Boden der ehemaligen Munitionsfabrik gesiedelt und 'innerhalb kürzester Zeit eine unglaubliche Erfolgsgeschichte vollbracht. Wir können heute voller Stolz auf sechzig Jahre Neugablonz zurückblicken. Es ist für uns Sinnbild gebend, was hier geleistet worden ist.'

Musikalisch begleitete die Musikvereinigung Neugablonz unter der Leitung von Cornelia Wiblishauser die Veranstaltung. » Allgäu Rundschau

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