Neues Konzept für die Kliniken-Zukunft

Sonthofen/Oberallgäu (uw). Wie und unter wessen Regie die Kliniken Oberallgäu in die Zukunft steuern, entscheidet sich nach den Sommerferien. Gleichwohl feilt die Geschäftsführung an einem Konzept, wie sich die Krankenhaus-Landschaft sinnvoll gestalten ließe. Der dem Aufsichtsrat vorgestellte Vorentwurf ist unabhängig von der Frage, unter wessen Trägerschaft die Krankenhäuser künftig stehen. Denkbar ist eine kommunale Trägerschaft ebenso wie die Beteiligung Privater. Wie Geschäftsführer Andreas Ruland betont, müsse man Veränderungen im Gesundheitswesen auch künftig laufend Rechnung tragen. Moderne medizinische Verfahren machen es etwa möglich, immer mehr Patienten ambulant zu behandeln. Das ist auch für die Krankenkassen interessant, da unnötige Liegezeiten im Krankenhaus ein Kostenfaktor sind. Die Zahl ambulanter Operationen ist bei den Kliniken Oberallgäu auf 1481 gestiegen (+16,5 Prozent). Zwei Drittel davon erfolgten in Immenstadt. Zugleich stiegen die ambulanten Notfallbehandlungen um 280 auf insgesamt 7720. Das neue Grobkonzept nennt Sonthofen als Zentrum für Älterenmedizin und Rehabilitation.

Dort bliebe eine 45 Betten starke Hauptabteilung für Innere Medizin, die rund um die Uhr internistische Notfälle versorgt. 55 Betten könnte die Hauptabteilung für Geriatrische Rehabilitation und Anschlussheilbehandlungen (vor allem in den Bereichen Orthopädie und Stoffwechsel-Erkrankungen) fassen. Ergänzend soll es mehrere Praxen geben: für Orthopädie, Allgemeinmedizin, Neurologie, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und einen Sozialdienst. Der Standort Oberstdorf wird als Fachklinik für Orthopädie und Innere Medizin genannt. 30 Betten erhielte die Hauptabteilung für Innere Medizin, die als Medizinisches Versorgungszentrum auch Notfallversorgung, Sportmedizin und Check-up-Programme anbieten soll. Die Orthopädie würde als Belegabteilung (30 Betten) und Medizinisches Versorgungszentrum geführt. Sie könnte sich unter anderem um Sportverletzungen, Wirbelsäulen-Probleme, chronische Schmerzzustände und kleinere Operationen kümmern. Fünf Betten erhielte die Elektive Chirurgie, eine Belegabteilung spezialisiert auf Krampfadern und Leistenbrüche. 35 Betten würden möglicherweise für psychosomatische Erkrankungen vermietet; zudem soll die ästhetische Chirurgie bei Bedarf Betten belegen. Hinzu kämen Praxen für Chirurgie, Orthopädie, Innere Medizin, Zahnmedizin/Oralchirurgie, Physio- und Schmerztherapie. Immenstadt erhält nach dem Entwurf eine Hauptabteilung Innere Medizin (60 Betten) und eine Belegabteilung für Gynäkologie/Geburtshilfe (30 Betten). Haupt- und Belegabteilung mit 60 Betten wäre das Zentrum für Chirurgie und Ambulantes Operieren, das Unfall-, Bauch- und Handchirurgie abdeckt sowie die Bereiche Proktologie und Traumatologie. Hinzu kämen die Hauptabteilung Intensivmedizin/Anästhesie (sechs Betten) und die Belegabteilung Augen/Hals-Nasen-Ohren (fünf Betten). Arztpraxen soll es für Chirurgie, Dialyse, Radiologie, Physiotherapie und Allgemeinmedizin geben.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2018