Umgestaltungspläne
Neues Gesicht für das Kemptener Tor

Noch lässt der Modepark Röther an der Stelle des ehemaligen Martinsheims auf sich warten. Doch die Planungen für die Umgestaltung des Bereiches am Kemptener Tor gehen unvermindert weiter. Beide Projekte sind eng miteinander verwoben. Das Ziel ist die Anbindung des Modeparks an das nördliche Ende der Fußgängerzone über die bislang trennende, viel befahrene Straße. Gleichzeitig soll das Areal rund um das Zollhäuschen attraktiver werden.

Bei der jüngsten Bauausschusssitzung stellten Jochen Rümpelein vom Büro ver.de Landschaftsarchitekten und Thomas Straub von Straub & Tacke Architekten ihre nun im Detail ausgearbeiteten Entwürfe für die Umgestaltung des Kemptener Tores vor. Beide waren als Sieger aus dem Architektenwettbewerb hervorgegangen. Deren Vorschlag sieht eine Anbindung des Modeparkes an die Fußgängerzone mit einer Ampelanlage vor, was nach Ansicht der städtischen Verwaltungsspitze angesichts der bis zu 18000 Fahrzeuge pro Tag an dieser Stelle die einzige praktikable Lösung ist. Zebrastreifen seien nicht geeignet. Jochen Rümpelein sprach von einer «großzügigen Querungsmöglichkeit».

Demnach soll die Oberfläche der nördlichen Fußgängerzone, des etwa 20 Meter breiten quer über die Fahrbahn verlaufenden Übergangs und des Vorplatzes bei Röther einheitlich aus sogenanntem Granitkleinsteinpflaster gestaltet werden. Allerdings werde sich der Belag des Übergangs auch aus Sicherheitsgründen klar absetzen, indem die Pflastersteine in Reihen quer zur Fahrbahn verlegt werden.

Der Platz am Ausgang der Fußgängerzone soll mit drei kompakten «Bauminseln» aus geschnittenen Platanen, unter denen es auch großzügige Sitzmöglichkeiten gibt, gestaltet werden. Die Inseln dienten auch einer Gliederung des Platzes, der laut Straub als «Vermittler zwischen den unterschiedlichen Richtungsbezügen fungiert».

Auf Poller und Bordsteine werde weitgehend verzichtet, nicht zuletzt um Raum für Veranstaltungen zu geben.

Um den Platz weitgehend vom Autoverkehr freizuhalten, sehen die Planer eine direkte Zufahrt von der Straße Kemptener Tor zum Kundenparkplatz der Dresdner Bank vor. Der Beleuchtung komme eine ganz besondere Bedeutung zu, so Straub. So kommen wie in anderen Bereichen der Altstadt die Lampen des Typs Residenza zum Einsatz. «Weitere Effekte sollen den Platz attraktiv machen», so Straub. Dazu würden auch Bodenstrahler beitragen. So könnte das Zollhäuschen ebenso in Szene gesetzt werden wie die geplanten Baumdächer.

Der Bauausschuss sprach sich einstimmig für die Pläne aus. Immer wieder kommen in dem Gremium allerdings Fragen nach dem Zeitplan für den Bau des Modeparks auf, der bereits mehrfach verschoben wurde und als Voraussetzung für die Umgestaltung des Kemptener Tores gilt. Wirtschaftsreferent Siegfried Knaak geht von einem Baubeginn im Frühjahr 2010 aus, nachdem die Pläne nun noch einmal überarbeitet wurden. Gegenüber der AZ bestätigte Geschäftsführer Michael Röther diese neue Zielsetzung. Intern gehe es nun noch um die Endabstimmung über den «deutlich abgespeckten» Entwurf für den Modepark. «Wenn nichts Gravierendes dazwischen kommt, werden wird im Frühjahr bauen», so Röther.

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