Neues Baugebiet mit grüner Mitte geplant

Kempten (pa). - Im Stadtteil Heiligkreuz soll bald ein Neubaugebiet für rund 50 Wohneinheiten um eine 'grüne Mitte' herum entstehen. Möglich werden soll das durch eine Änderung und Ergänzung des Bebauungsplans Neuhausen-Süd. Die gut zwei Hektar große Baufläche samt dem (inzwischen abgerissenen) Beermann-Hof hatte die Stadt im vorigen Jahr erworben. Den Plänen, die demnächst den Heiligkreuzer Bürgern vorgestellt werden sollen, hat der Stadtrat jetzt fast einhellig zugestimmt. Bislang hatte der Bebauungsplan in diesem Bereich nur 18 Doppelhaushälften vorgesehen. Aber auch die konnten nicht verwirklicht werden, weil die Grundstückseigentümer einer Bebauung nicht zustimmten. Jetzt konnte die Stadt eine wesentlich größere Fläche erwerben und auch entsprechend großzügiger planen. Vorgesehen sind Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser. Entlang der Augustinerstraße, die gleichzeitig verbreitert wird, sind in einem Mischgebiet Geschosswohnungen oder Gewerbebetriebe geplant. Dadurch sollen auch die Lärmbelastungen durch den Straßenverkehr und einen Karosseriebau-Betrieb nördlich der Straße abgemindert werden. Erschlossen wird das Gebiet durch zwei Ringstraßen, eine davon ist die Komplettierung der halbkreisförmigen Straße An der schmiede. Innerhlab dieses Rings wird dann der Neuhauser Weg für den Autoverkehr gesperrt und steht nur noch Radlern und Fußgängern zur Verfügung. Die Wohnhäuser, um eine grüne Mitte mit Spielplatz, alten Bäumen und einem Fußweg gruppiert, sollen ausnahmslos nach Süden ausgerichtet und so angeordnet werden, dass es nahezu keine Verschattung gibt. Dadurch soll 'energetisch optimiertes' Bauen erleichtert werden. Von einem zusammen mit Eza entwickelten Förderprogramm, bei dem Energiesparmaßnahmen mit reduziertem Kaufpreis honoriert werden sollten, hat die Stadt mangels Kasse aber wieder Abstand genommen. Bewusst verzichtet hat die Stadt auf einen Bauzwang. Damit Heiligkreuzer Bürger beizeiten und sozusagen auf Vorrat Baugrund für ihre Kinder kaufen können.

Nur eine Gegenstimme Zu den Ausgleichsmaßnahmen, die durch den Verbrauch landwirtschaftlicher Flächen notwendig sind, gehört die Verwirklichung eines Vorschlags von FDP-Stadtrat Bruno Steinmetz. Demnach wird im Süden die Wegeverbindung zum Naherholungsgebiet Halde/Schwabelsberger Weiher verbessert. Gegen die Bebauungsplan-Ergänzung stimmte im Stadtrat nur Ingrid Jähnig (SPD). Sie erkenne keinen Bedarf, weitere landwirtschaftliche Flächen zu verbauen, geeignete Grundstücke gebe es in der Stadt noch genug.

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