Kaufbeuren
Neuer möglicher Standort für die Jugendherberge

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Vor etwas mehr als einem Jahr hatte CSU-Stadträtin Annelies Wittwer angefragt, ob sich Kaufbeuren als Standort für eine Jugendherberge eignen könnte. Einstimmig hatte der Stadtrat daraufhin die Verwaltung beauftragt, der Sache nachzugehen. Noch immer als möglicher Standort im Rennen ist das Marienheim in der Kolpingstraße, wie Kaufbeurens Wirtschaftsreferent Siegfried Knaak betont. Es dient teils als Übernachtungsstätte für Lehrlinge und Berufsschüler. Dort könnte die Herberge im ersten Stock untergebracht werden. Allerdings verfolge die Stadtverwaltung noch eine weitere Alternative: So könnte eine Jugendherberge mit rund 100 Plätzen im Bereich des Vereinsheims der Spielvereinigung Kaufbeuren (SVK) entstehen, das dann aufgestockt würde. Sinn der Sache sei es, mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. «Wenn wir eine Saunalandschaft für das benachbarte Hallenbad bauen, dann bräuchten wir auch eine entsprechende Gastronomie», so Knaak. Ziel sei es, eine einheitliche Küche für das Bad, die Sauna, für einen Kiosk und für die mögliche Jugendherberge zu verwirklichen. Als Partner für das Projekt möchte die Stadt vielleicht die Lebenshilfe mit einbinden, die am Betrieb der Küche beteiligt wäre. Das ermögliche zusätzliche Fördermöglichkeiten durch die öffentliche Hand. Dass Behinderte bei derlei gastronomischen Einrichtungen sehr erfolgreich mitarbeiten, ist vielerorts zu sehen. Knaak verweist etwa auf das Gasthaus «Seehörnle» in Gaienhofen am Bodensee, das er sich selbst schon angeschaut hat. Ein Raumkonzept und einen Kostenrahmen für die Vorhaben gebe es noch nicht. Baureferatsleiter Ralf Baur hat mit der Fachhochschule Augsburg vereinbart, dass eine Reihe von Architekturstudenten die Möglichkeiten untersuchen und mehrere Lösungswege aufzeigen. «Erst danach kann man wirklich Konkretes sagen», so Baur.

Verschachteltes Gebäude

Das Jahr 2011 spielt laut Knaak dabei eine besondere Rolle, weil dann Pachtverträge auslaufen. So müsse etwa der Betrieb des Parkrestaurants neu geregelt werden. Das ganze Gebäude ist verschachtelt, Teile des Hauses wie die Küche gehören der Stadt, andere der SVK. Deren Vorsitzender Gerhard Bucher unterstützt die Sache: «Ich habe mir vor einigen Jahren schon von einer Hauptversammlung die einstimmige Erlaubnis geben lassen, das Haus im Falle eines Falles verkaufen zu dürfen.» Besser wäre es, wenn alles in einer Hand - sprich: der Stadt - läge. Gegen eine Aufstockung des Vereinsheims spreche baulich nichts. «Ich habe das vor Jahren prüfen lassen, als das Flachdach einmal undicht war. Von der Statik her geht es. Man könnte aufstocken und ein Pultdach darauf errichten.

» Bucher, zugleich Zweiter Bürgermeister von Kaufbeuren, betont, dass der Standort mit seinen Sportanlagen, dem Hallenbad, einer möglichen Sauna und der Nähe zum Bahnhof für eine Jugendherberge ideal sei.

«Wir haben jetzt schon drei Städtepartnerschaften.» Jugendaustausch ließe sich mit einer solchen Jugendherberge einfacher gestalten. Insofern habe die Idee viel Potenzial. Aber entschieden sei noch nichts. Die neue Entwicklung wurde auch noch nicht in den politischen Gremien der Stadt besprochen.

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