Ruderatshofen
«Neuer» Heubrücke nicht abgeneigt

Im Mittelpunkt der Ratssitzung in Ruderatshofen stand die Diskussion, ob die vor rund zehn Jahren abgebrochene, sogenannte «Heubrücke», eine Bahnüberführung westlich der Gemeinde, wieder aufgebaut werden soll. Diese Frage wurde bei den Gesprächen mit den von der Umgehungsstraße betroffenen Grundstückseigentümern angesprochen.

Die Brücke über den Bahndamm westlich von Ruderatshofen war so marode, dass die Haftpflichtversicherung der Gemeinde für einen eventuellen Schaden nicht aufgekommen wäre. Die Gemeinde hat deshalb vor gut zehn Jahren die Brücke mit Einverständnis der Bahn abgebrochen, erinnerte Bürgermeister Stich. Weil aber einige landwirtschaftliche Betriebe und auch ein Privatanwesen sowie etliche Wald- und Wiesenbesitzer die Brücke nutzten, wurde ein Behelfsweg angelegt, der größtenteils auf der Grundfläche der Bahn verläuft.

Behelfsweg reparaturbedürftig

Dieser Weg ist inzwischen sehr reparaturbedürftig. Der von einem Bürger gestellte Antrag auf Asphaltierung wurde von der Gemeinde aus Kostengründen abgelehnt. Denn weder die Bahn noch die Anlieger waren nach Aussage Stichs bereit, sich an den Kosten zu beteiligen. Im Rahmen der Grundstücksverhandlungen für die Umgehungsstraße sei nun verschiedentlich eine bessere, kürzere Anbindung Hiemenhofens und der Straße am Bahnhof an Ruderatshofen angesprochen worden.

Der Landkreis als Bauträger der Umgehungsstraße hat nun bei der Gemeinde angefragt, ob geplant sei, die seinerzeit abgebrochene Bahnbrücke wieder aufzubauen, und diese eventuell sogar etwas näher an den Ort Ruderatshofen (nach Osten) heranzurücken.

Geklärt ist nach Aussage des Bürgermeisters, dass sich die Bahn auch bei einer Verrückung der Brücke nach Osten mit einem Drittel der Wiederaufbaukosten beteiligen würde.

Nach längerer Diskussion wurde festgehalten, dass die Gemeinde nicht abgeneigt ist, die Brücke wieder aufzubauen. Bevor aber konkrete Beschlüsse gefasst werden können, müsse sicher sein, dass die Umgehung von Ruderatshofen auch tatsächlich gebaut wird. Dann muss mit den Anliegern der Straße am Bahnhof und den Hiemenhofener Bürgern über Vor- und Nachteile eines solchen Brückenbaus gesprochen werden. Die betroffenen Bürger sollen schriftlich benachrichtigt werden.

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