Pfronten
Neuer Feneberg nimmt Kontur an

Wer wissen will, wie der künftige Feneberg-Markt in Pfronten-Ried aussehen wird, muss nach Kempten-Durach fahren. Dort hat das Lebensmittelunternehmen vor gut zwei Jahren einen Markt eröffnet, dessen Gestaltung mit bunten Wänden und Flachdach den Plänen für Pfronten entspricht. Details der Planung verriet Ferdinand Kaiser vom Planungsunternehmen Kling Consult im Gemeinderat, wo er am Montagabend den Vorentwurf für den geänderten Bebauungsplan «Ehemaliges TSV-Gelände» präsentierte. Der Rat billigte den Entwurf einstimmig.

Es sind nur 250 Meter Luftlinie, die der Feneberg-Markt von der Allgäuer Straße an seinen künftigen Standort neben dem Seniorenzentrum Alpenpark St. Vinzenz an der Meilinger Straße zurücklegt. Wachsen wird dabei die Verkaufsfläche von derzeit 741 Quadratmeter. Mit 798 Quadratmetern bleibt sie aber auch künftig «unter der magischen Grenze», so Kaiser. Ab 800 Quadratmetern Verkaufsfläche gilt ein Markt als «großflächiger Einzelhandel» mit strengeren Planungskriterien. Wie bisher soll der Markt einen Backshop und eine Postagentur enthalten. Das begrünte Pultdach auf dem rund 45 mal 25 Meter großen Markt wird eine Höhe von 6,50 Metern nicht überschreiten. Zum Lärmschutz für die Nachbarn wird festgeschrieben, dass der Lieferverkehr den Markt nur tagsüber, also zwischen sechs und 22 Uhr, anfahren darf.

Die Lieferrampe wird zudem eingehaust. Vor dem Markt, also zur Meilinger Straße hin, sollen rund 80 Stellplätze entstehen. Ein mittlerweile leer stehendes Haus direkt an der Meilinger Straße wird abgerissen. Die Zufahrt führt über die Zufahrt des Pflegezentrums, mit dem dafür ein Geh- und Fahrtrecht vereinbart wird.

Wie Kaiser weiter erläuterte, kann das Verfahren für den künftigen Einkaufsmarkt beschleunigt werden, weil es um einen «vorhabenbezogenen Bebauungsplan der Innenentwicklung» geht. Ein Umweltbericht ist ebenso entbehrlich wie Ausgleichsmaßnahmen. Ein Vorhaben- und Erschließungsplan beschreibt das Vorhaben, und für die Planung wird ein Durchführungsvertrag abgeschlossen.

In gut zwei Wochen wird es im Landratsamt einen «Scoping-Termin» zur Planung geben, kündigte Bürgermeister Beppo Zeislmeier an. Dabei sollen die wesentlichen Bedenken und Anregungen der Behörden besprochen werden. Dabei werde auch über eine mögliche Querungshilfe für Fußgänger über die Meilinger Straße gesprochen, antwortete er auf Nachfrage von Alfons Haf (Pfrontner Liste). Für Diskussionen dürfte auch noch die genaue Situierung des Wiesenwegs sorgen, nach der Angelika Wohlfart (CSU) fragte. Der Weg, der durch den Bebauungsplan gesichert wird, soll in einem Abschnitt ganz aus dem Feneberg-Gelände herausgehen. Damit dürften aber die betroffenen Nachbarn nicht einverstanden sein.

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