Neue Wohnqualität im alten Hanfwerke-Viertel

Immenstadt (pm). Im Immenstädter Hanfwerkeviertel hat die Sozialbau, Wohnungs- und Städtebau Kempten insgesamt 275 Wohnungen modernisiert. Dieser große bauliche Kraftakt, so die Verantwortlichen, war nun Anlass zu einem Dankesfest für den gelungen Ablauf mit den Mietern, Handwerkern, Nachbarn sowie Beteiligten aus Politik und Verwaltung. Vor 23 Jahren hatte die Sozialbau Kempten rund 400 Wohnungen der Arbeitersiedlung Hanfwerke vor dem Abriss bewahrt. Damit, so die Initiatoren, habe das Unternehmen für den Erhalt eines seltenen Wohnquartiers mit teilweise denkmalgeschütztem Ensemble gesorgt, das schon in den Fängen eines Bauspekulanten schien. Die bereits in den 80er Jahren angepackte Sanierung verbesserte zwar die Wohnqualität, entsprach inzwischen aber nicht mehr heutigen Erfordernissen. Und obgleich diese Investitionen noch nicht erwirtschaftet worden seien, mussten laut Sozialbau Kempten nun zur Vermeidung von Leerstand, zur Sicherung sozialer Stabilität des Quartiers und der Mieteinnahmen zusätzliche, grundlegende Neuerungen folgen. Eine Komplett-Sanierung samt veränderten Grundrissen hatte die Sozialbau in 60 Wohnungen der Oberen und Unteren Kolonie in Angriff genommen.

Dabei wurden auch ein Fassaden-Vollwärmeschutz angebracht, das Dach erneuert, Balkone angebaut, Fenster und Türen ausgewechselt und neue Bäder installiert. Des Weiteren wurden die Gebäude mit einer zentralen Warmwasser- und Wärmeversorgung ausgestattet. In der Mittagstraße 17 und 19 wurden die Innenräume ebenfalls komplett modernisiert und Balkone angebaut. Durch Wohnungszusammenlegungen entstanden zusätzliche, familiengerechte Vier-Zimmer-Wohnungen. Im Bereich Stuiben-, Mittag- und Hornstraße waren so genannte Abrundungsmodernisierungen notwendig, während in der Adolph-Probst-Straße grundlegende Instandhaltungsmaßnahmen vorgenommen werden mussten. In nur sechs Monaten wurden 6,8 Millionen Euro in die Wohnwert-Verbesserung investiert. Trotzdem, so die Sozialbau Kempten, seien die Mieterhöhungen moderat und absolut sozialverträglich geblieben. Besonders betont das Unternehmen, dass diese Investitionsoffensive ein regelrechtes Konjunkturprogramm für die gebeutelte regionale Bauwirtschaft war zumal 85 Prozent der Aufträge im Rahmen der durchgeführten Ausschreibungen regional vergeben werden konnten. Nachdem bereits im November 2003 mit dem Abschluss der Bauarbeiten für die vorbildlich geduldigen Mieter wieder Wohlbehagen und das einmalige Flair dieses Wohnquartiers hergestellt werden konnte, lud die Sozialbau Kempten jetzt zum fröhlichen Abschluss-Fest: Bei selbst gebackenen Kuchen der Sozialbau-Mitarbeiter, Grillwürsten, Döner, und einem bunten Unterhaltungsprogramm feierten die Mieter, Handwerker, Architekten und Projektanten gemeinsam mit Landrat Gebhard Kaiser und Bürgermeister Gerd Bischoff die rundum gelungene Modernisierung.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2018