Neue Wege aus der Sucht

Irsee | AZ | Mehr als 130 Pflegende kamen auf Einladung des Bildungswerks des Verbandes der bayerischen Bezirke in Kloster Irsee zusammen, um über neue Entwicklungen in der Arbeit mit suchtkranken Menschen zu diskutieren. Unter dem Motto 'Freiheit Sucht Grenzen' wurden verschiedene Behandlungskonzepte vorgestellt und auf ihre Praxistauglichkeit hin verglichen.

'Das Besondere an dieser Veranstaltung besteht in der Einbeziehung Betroffener, die ihre Erfahrungen mit Suchterkrankungen mit den pflegerisch tätigen Teilnehmern diskutieren', so Jürgen Hollick, Bildungsreferent des Verbandes der bayerischen Bezirke. Es sei 'eine Eigenheit psychiatrisch qualitätsvoller Pflege, dass sie den Betroffenen als Spezialisten seiner selbst betrachtet und aus den damit erhaltenen Erkenntnissen ihre Leistungsangebote entwickelt'. So fühlten sich die Betroffenen dann auch angenommen und verstanden, was eine Voraussetzung für positive Therapieerfolge sei.

Ziel der Pflege ist der suchtmittelfreie Alltag. Deshalb wurden auf der Tagung auch Wege aufgezeigt, wie Alltagsfertigkeiten vermittelt werden können, die suchtkranken Menschen oft abhanden gekommen sind. Präsentationen des Abbe-Pierre-Zentrums und der Drogenklinik Jump aus Augsburg zeigten die Arbeit bei der Versorgung chronisch Alkoholkranker und einer Einrichtung der Drogenhilfe.

Die mittlerweile 9. Fachtagung Pflege suchtkranker Menschen im Schwäbischen Tagungs- und Bildungszentrum Kloster Irsee erfreut sich hoher Nachfrage unter Psychiatrie-Fachleuten aus ganz Bayern und den angrenzenden Nachbarländern, so Hollick.

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