Neue Schule erhält Form eines Hufeisens

Von Melanie Weisgerber, Buchloe - Auf große Zustimmung stieß im Buchloer Stadtrat der Vorentwurf für den Bau der neuen zweizügigen Grundschule samt Einfachturnhalle im Westen der Stadt, den das Münchener Planungsbüro Lechner & Martin präsentierte. Das einstimmig verabschiedete Konzept sieht einen 'Hufeisen'-Komplex vor, der sich nach Osten hin öffnet. Die Baukosten belaufen sich auf 5,115 Millionen Euro (samt Außenbereich und Turnhalle). Mit Obergeschoss und Parterre ergibt sich bei den Gebäuden eine Bruttogeschossfläche von insgesamt 3325 Quadratmetern. In der Stadtratssitzung hieß es, auch die Regierung von Schwaben sei mit dem Konzept voll und ganz einverstanden. Wie Planer Michael Martin erläuterte, werden im Erdgeschoss der Schule - neben einer verglasten und damit lichtdurchfluteten Pausenhalle mit Zugang zum Mehrzweckraum - die ersten Klassen sowie Mittagsbetreuung, Verwaltung und Lehrerbereich samt Bibliothek untergebracht. Den Eingangsbereich mit Pausenhof bezeichnete er als 'großzügig'. Im Norden komplettieren Werkräume sowie Hausmeisterbereich und Einfachturnhalle (12 auf 18 Meter) das 'Hufeisen'. Im Obergeschoss der Schule, das auch durch einen Aufzug mit dem Parterre verbunden ist, finden die zweiten bis vierten Klassen, Gruppenräume sowie Lernwerkstatt und Computerzimmer Platz. Ferner gibt es eine Galerie mit Blick auf Pausenhalle und Außenbereich. Wie vom Hof, so kommt man auch vom Obergeschoss aus in die Turnhalle. Der Flur, der dort zu Umkleide- und Waschräumen führt, bildet zugleich eine Galerie, die den Blick auf das Geschehen unten in der Halle freigibt.

300000 Euro weniger Ursprünglich sollte die Turnhalle größer ausfallen, aus Kostengründen habe sich die Projektgruppe, zu der auch die Leitung der bestehenden Grundschule gehört, aber eindeutig für die rund 300000 Euro günstigere Version ausgesprochen, erklärte Martin. Die Gruppe besichtigte zudem eine vergleichbare Turnhalle in Thalhofen. 'Auch dort gibt es Schulklassen mit bis zu 29 Kindern - trotzdem reicht die Größe sogar bei einer dreizügigen Schule aus', berichtete Bürgermeister Josef Schweinberger auf den Hinweis von Christine Warkus (FWV), sie halte 12 auf 18 Meter für eien Turnhalle für 'sehr begrenzt'. In Thalhofen nutzten obendrein die Vereine die Halle mit, fügte der Bürgermeister hinzu, dies halte er in Buchloe ebenfalls für 'denkbar'. Planer Martin betonte, nur die kleinere Ausführung der Halle werde von der Regierung von Schwaben gefördert. Generell sei die Turnhalle - wie das Schulgebäude - jederzeit erweiterbar. Matthias Kögl (FWV) machte sich Sorgen um die künftige Wohnbebauung im Osten der Schule: 'Wird es da nicht Lärmprobleme wegen des Schulhofs geben?' Martin hielt dies schon wegen der dazwischenliegenden Begrünung und Straße für unwahrscheinlich, Schweinberger meinte klipp und klar: 'Eine Schule gehört ins Wohn- und nicht ins Industriegebiet. Jeder weiß, wo er da hinzieht.' Wolfgang Schmid-Kemmeter (UBI) hielt die Bildungsstätte wegen der Ferienzeiten, der schulfreien Abende und Wochenenden sogar für einen ausgesprochen angenehmen Nachbarn. Weit mehr beschäftigte ihn die Frage, inwieweit auf der Schule eine Solaranlage installiert werden kann. Dies sei durchaus möglich, versicherte ihm Martin, für dessen Büro das Buchloer Schulprojekt bereits das siebte dieser Art ist. Helmut Korb (CSU) verwies ein weiteres Mal auf die Grund- und Oberflächenwasser-Problematik im Westen. Auch er wurde beruhigt: Laut Vorentwurf werden Schule und Turnhalle nicht unterkellert. Sehr zufrieden mit der Planung war Manfred Beck (SPD). Auf seine Nachfrage hin erläuterte Martin, der Lärmschutzwall an der Westtangente werde zugunsten der Schule und des zukünftigen Baugebietes West IX nach Süden hin fortgeführt. Um zu verhindern, dass der Wall die Schulräume im Erdgeschoss unnötig beeinträchtigt, lägen in diesem Bereich nur Zimmer, die nicht ständig genutzt werden. Anton Kögel (CSU) lobte den Vorentwurf als 'überzeugende Gesamtkonzeption' und begrüßte ausdrücklich die Einbindung der Schulleitung in die Planung. Rudolf Grieb (UBI) fand es sehr erfreulich, dass alle Fraktionen an der Vorberatung beteiligt wurden. CSU-Fraktionssprecher Herbert Barthelmes war ebenfalls angetan von dem Konzept und betonte: 'Gerade jetzt muss in Bildung investiert werden.'

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