Neue Kinderkrippe soll ein Vorzeigemodell sein

Marktoberdorf | af | Die Kinderkrippe in Marktoberdorf erfreut sich schon guten Zuspruchs. Der ist so groß, dass die Einrichtung von der Hauptschule spätestens 2009 in ein eigenes Haus umziehen soll. Das soll im Passivhausstandard errichtet werden und könnte so zu einem 'Vorzeigeobjekt' werden: 'Wir können Vorreiter für die ganze Region sein', sagte Grünen-Fraktionssprecherin Clara Knestel. Ohnehin sei sie froh, dass die Stadt doch so rasch reagiert habe und die gesetzlichen Vorgaben frühzeitig umsetze.

Dies wiederum könne der Kommune finanzielle und damit auch zeitliche Vorteile verschaffen, erläuterte der künftige Stadtbaumeister Peter Münsch: Das Förderprogramm des Bundesfamilienministeriums werde nach dem 'Windhundverfahren' bedient. Wer zuerst beantrage, habe größere Chancen, zeitnah bedient zu werden.

Wie das Gebäude auf dem städtischen Gelände nahe der St. Magnus-Kirche aussieht, das soll ein beschränkter Architektenwettbewerb ergeben. Diesen auszuschreiben, beschloss der Stadtrat mit 15:9 Stimmen. Vor allem aus der CSU-Fraktion hatte sich Widerstand erhoben. Das Gebäude zu konzipieren, könne auch Aufgabe von Stadtarchitekt Peter Lederle sein, argumentiert Fraktionsführer Markus Singer. Der aber, wurde ihm entgegen gehalten, sei durch größere Projekte wie Sanierung der Hauptschule, Umbau der Turnhalle in Bertoldshofen und Planung der Mehrzweckhalle für Geisenried genug eingespannt. Markus Zendath (Freie Wähler): 'Wir sollten auch das geistige Potenzial der heimischen Architekten nutzen.'

Keine Altersmischung mehr

Allerdings gibt es gewisse Vorgaben für die Planungen. Ines Schäffner, Leiterin der Krippe, entwickelte die pädagogische Arbeit und konzeptionelle Ausrichtung mit der Verwaltung. Danach ist auf 357 Quadratmetern eine dreigruppige Krippe vorgesehen, in dem es keine Altersmischung mehr gibt, sondern die Mädchen und Buben ihrem Alter entsprechend gefördert werden.

Da gibt es für die bis zu Einjährigen einen kompakten Bereich mit WC, Wickelzone, Aufwärmküche, Gruppen- und Ruheraum. Für die Ein- und Zweijährigen sowie die Zwei- und Dreijährigen sind ebenfalls getrennte Räume angedacht. Gemeinsam haben sie allerdings den Speiseraum und die Aufwärmküche. Ebenfalls soll es einen Mehrzweckraum mit Krabbel- und Bewegungslandschaft sowie Spielgeräten geben. Alle anderen Funktionsbereiche (Toiletten, Wickelmöglichkeit, Gruppen- und Ruheraum) sind für jede Gruppe getrennt.

Und schließlich gibt es ein 'Atelier' mit Malwänden. Vier bis sechs Kinder sollen sich dort gleichzeitig kreativ entfalten können.

Die Baukosten liegen nach ersten Schätzungen bei 560 000 Euro. Je nach Finanzkraft einer Kommune sei mit einer Förderung seitens des Ministeriums zwischen 60 und 80 Prozent zu rechnen, erklärte Bürgermeister Werner Himmer.

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