Scheidegg
Neue Jacken für Schulweghelfer

Eigentlich machen sie nie groß von sich reden, sorgen für keine Schlagzeilen und wirken eher im Verborgenen. Im Gegensatz zu anderen Tätigkeiten besteht ihr Job darin, dafür zu sorgen, dass eben nichts passiert. Die Rede ist von den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern und Mitarbeitern der Kreisverkehrswacht Lindau, die sich ohne viel Aufhebens effektiv darum kümmern, unsere Straßen ein ganzes Stück sicherer zu machen. «Von dem, was Sie tun, haben viele Leute einen Nutzen», brachte es die stellvertretende Landrätin, Doris Scheuerl, auf den Punkt.

Die als Verein organisierte Kreisverkehrswacht - zu ihren 80 Mitgliedern zählen auch alle Gemeinden und Städte des Landkreises - kümmert sich zwar an vorderster Front um die Schulwegsicherheit, sieht sich aber als Partner aller Verkehrsteilnehmer. Dementsprechend viele Pflichtaufgaben gilt es zu schultern: Von der Verkehrserziehung der Kindergarten- und Schulkinder bis hin zum Fahrsicherheitstraining für Senioren.

Vereinsvorsitzender Ulfried Müller stellte auf der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend in Scheidegg vor allem die Arbeit der Schülerlotsen und Schulweghelfer (12 in Weiler, 21 in Lindenberg, 15 in Lindau) heraus: «Sie stehen an den gefährlichen Stellen - aber dadurch sind das nachweislich auch die sichersten.» Als Dank und als wesentlichen Aspekt der Eigensicherung bekamen die Ehrenamtlichen neue Reflektorjacken und Warnwesten. Laut Müller blieben die Schüler im Landkreis von «nennenswerten» Verkehrsunfällen verschont.

Als weitere Aktionen nannte der Vorsitzende die von der Sparkasse gesponserte Verteilung von Sicherheitswesten an alle Erstklässler im Landkreis, das Aufstellen der auf den Schulanfang hinweisenden Spannbänder an allen Ortseinfahrten, das Verteilen von Fachzeitschriften an Schulen, Fahrsicherheitstrainings sowie das Ausleihen der mobilen Geschwindigkeitsmessanlage an die Gemeinden.

Die Radfahrausbildung der Viertklässler durch Hans-Joachim Littau (oberer Landkreis) und Michael Martini (unterer Landkreis) erwähnte Ulfried Müller ebenso, wie die Notwendigkeit, bereits in Kindergärten spielerisch mit der Verkehrserziehung zu beginnen. Deswegen hatte er als Geschenk für die beiden örtlichen Kindergärten je ein sogenanntes «move-it»-Paket mit entsprechenden Übungseinheiten dabei.

Schatzmeister Christoph Brinz verfügt zwar nicht über riesige Summen («wir haben ein bisschen was auf der Seite»), doch die Beitragseinnahmen sowie die zugunsten der Verkehrswacht verhängten Zahlungen von Verkehrssündern - im abgelaufenen Vereinsjahr waren es 450 Euro - liefern ein solides Fundament für die zukünftige Vereinsarbeit.

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