Füssen
Neue Hürde für Füssener Sanierungskonzept

Das Sanierungskonzept Westliche Innenstadt, das nach jahrelangem Leerlauf 2011 umgesetzt werden soll, steht vor einer neuen Hürde: Der Topf des Städtebauförderprogramms ist leer, die Stadt muss deshalb eine andere Zuschussquelle anzapfen, so Bürgermeister Paul Iacob auf Nachfrage der AZ. «Ohne diese Mittel geht es nicht.»

Hintergrund: Zusammen mit Straßenbaumitteln soll die Städtebauförderung etwa die Hälfte der kalkulierten Kosten von gut fünf Millionen Euro abdecken. Die gute Nachricht: Füssen hat laut Stadtbaumeister Theo Fröchtenicht gute Chancen, beim Nachfolgeprogramm «Aktive Stadt und Ortsteilzentren» zum Zug zu kommen. «Die Regierung von Schwaben geht weiterhin von der Förderwürdigkeit des Projektes aus», unterstreicht Fröchtenicht. Förderbeginn wäre 2011 - was genau passen würde, da in diesem Jahr nach Vorstellung Iacobs in konzertierter Aktion Freyberg-Durchstich, Umgestaltung der Bahnhofstraße und Bahnhofs-Neubau angepackt werden sollen.

«Das neue Förderprogramm erfordert neue Bedingungen», will Fröchtenicht nicht verhehlen, dass sich Füssen nun neu bewerben muss. Nötig sei dafür ein «gesamtörtliches Stadtentwicklungskonzept», das alle öffentlichen wie privaten Aspekte des Projektes berücksichtige. Dabei könne man aber auch auf vorhandenes Material zurückgreifen. Positiv sei (auch aus Sicht des zweiten Projektbeteiligten, der Grundstücksgesellschaft Luitpoldpark Füssen und damit der Sparkasse Tirol), dass die Kosten für Lärmschutzfenster und Belüftung als förderfähig anerkannt würden. Mit der Grundstücksgesellschaft sei die Stadt in stetem Dialog - was deren Prokurist Hansjörg Schindl bestätigt. Auch er hält eine Umsetzung 2011 für möglich, wenngleich es die von Paul Iacob für die nächste Zeit erhofften Grundsatzvereinbarungen noch nicht gebe.

«Erst müssen alle Grundprämissen geklärt sein», betont Schindl - vom Straßenausbau bis zum Grundstückstausch. Solange sei die Normenkontrollklage gegen das Vorhaben zwar eingefroren, bleibe aber formal bestehen. Das nächste Treffen ist in einigen Wochen vorgesehen, wenn Vertretern der Stadt Pläne und Kostenschätzung für den Lärmschutz vorgestellt werden.

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