Kempten
Neuartiges Betonierverfahren bei Hochschulbau

Nachdem aufgrund der winterlichen Witterung die letzten Wochen nicht betoniert werden konnte, läuft der Rohbau für den Neubau an der Hochschule Kempten nun wieder auf Hochtouren. Auf der Baustelle an der Bahnhofstraße kommt ein neuartiges Verfahren zur Gewichtsreduzierung bei Betondecken zum Einsatz. Die oberen Geschossdecken werden als «zweiachsige Hohlkörperdecken» gebaut. «Diese haben den Vorteil, dass bei sehr hoher Tragfähigkeit und Flexibilität deutlich an Eigengewicht eingespart werden kann», so von Rudloff.

Ein Stockwerk fehlt noch

Bei diesem Verfahren werden zwischen die Eisenkonstruktionen kugelförmige Kunststoffhohlkörper zu sogenannten Bewehrungskorbmodulen zusammengefasst und vor Ort in die Decken einbetoniert. Die Hohlkörper, die aussehen wie große Fußbälle, dienen als Verdrängungskörper. «Damit können wir Material dort einzusparen, wo es aus statischen Gründen nicht erforderlich ist», beschreibt von Rudloff die Methode.

Derzeit wird die Decke über dem zweiten Obergeschoss betoniert, so Projektleiterin von Rudloff. Gleichzeitig wird im Innenbereich bereits intensiv am technischen Ausbau gearbeitet: «Jetzt fehlt und nur noch ein Stockwerk.»

25,8-Millionen-Euro-Projekt

Der fünfte Bauabschnitt mit dem Neubau für die Ausbildungsrichtungen Technik und Sozialwesen kostet 25,8 Millionen Euro. Dabei entfallen 9,2 Millionen auf den Bau von drei Tiefgaragen mit insgesamt 200 neuen Stellplätzen. 16,6 Millionen investiert der Freistaat Bayern in den Abriss Kunz-Hochhaus, Entsorgung des verseuchten Baugrundes und Neubau. Das fünfgeschossige Haus wird nach den Plänen des Münchner Architekturbüros Karl und Probst fünf große Hörsäle, zahlreiche kleine Hörsäle, Seminar- und Büroräume sowie drei Laborgeschosse umfassen. Auf dem Dach ist eine Fotovoltaikanlage geplant.

Umgebaut wird bald auch die Bahnhofstraße. Dort soll eine neue Spur in die Tiefgaragen entstehen. Das Hörsaalgebäude soll rechtzeitig zum Sommersemester 2011 fertig werden, um der erhöhten Studentenzahl im Doppel-Abitur-Jahrgang durch das achtjährige Gymnasium gerecht zu werden. (li)

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