Nächtliche Lieferungen verärgern Anlieger

Lamerdingen/Kleinkitzighofen (ml). - Der Lieferbetrieb zur Futtertrocknungs-Genossenschaft in Lamerdingen ist für Matthias Harms aus Kleinkitzighofen ein Ärgernis. Zahlreiche auswärtige Lastzüge rollten deswegen durch den Ortsteil sowie durch Großkitzighofen und Igling. Außerdem seien die Transporter oft sehr schnell und 'fahren die volle Nacht durch', beklagt der Anwohner. Futtertrocknungs-Geschäftsführer Wilhelm Brenner will die Belastung 'so gut es geht' gering halten, jedoch sei nicht jede Lieferung, die die Orte passiere, für die Trocknung bestimmt. 'Die Geräuschentwicklung ist horrend, bei Hochbetrieb fahren sie oft die ganze Nacht durch', kritisiert Harms. Er höre an der Durchfahrtsstraße in Kleinkitzighofen die Lastwagen manchmal bis Mitternacht oder darüber hinaus. 'Selbst mit Ohrstöpseln hat man da keine Chance mehr.' Außerdem seien die Fahrzeuge sehr schnell unterwegs. 'Da wird sicher oft mehr als Tempo 50 gefahren'. In Kleinkitzighofen gebe es nur wenige Fußwege, hier seien die durchfahrenden Laster eine Gefahr für Kinder. Er wolle nun bei seinen ebenfalls betroffenen Nachbarn gegen diese 'Rücksichtslosigkeit' Unterschriften sammeln.

Lamerdingens Bürgermeister Hanspeter Eberhardt ist sich des Problems in den Ortsteilen bewusst: 'Jedes Fahrzeug darf nun mal innerorts Tempo 50 fahren, doch die Futtertransporte sind sicherlich nur mit 30 Stundenkilometern unterwegs.' Die Geschäftsleitung der Futtertrocknung könne zum Beispiel die aus der Ammersee-Gegend liefernden Fahrer nur bitten, Strecken zu benutzen, die nicht durch Kleinkitzighofen und Großkitzighofen führen. Es sei ihm ein Anliegen, dass diese Transporter von Buchloe aus über die Staatsstraße nach Lamerdingen fahren. 'Schließlich werden sonst auch unsere Gemeindestraßen in Mitleidenschaft gezogen', meint er. Die Gemeinde plane, zu diesem Thema mit der Futtertrocknung Gespräche zu führen, um eine einvernehmliche Lösung zu finden, so Eberhardt. 'Wir sind eben ein Saisonbetrieb von Mai bis Oktober', erklärt Wilhelm Brenner, Geschäftsführer der Futtertrocknung in Lamerdingen. Der Lieferverkehr falle den Anwohnern dadurch natürlich mehr auf, als bei ganzjährigem Betrieb. 'Wir haben die Fahrer bereits angewiesen, möglichst langsam zu fahren', betont er. Es gebe immer wieder Spitzenzeiten bei der Anlieferung, doch viele Laster kämen - insbesondere am Abend - schon über Buchloe nach Lamerdingen. Außerdem habe die Futtertrocknung mittlerweile ein zusätzliches Fahrzeug gekauft und könne so die eigene Anfuhr auf tagsüber beschränken. 'Das ist auch in unserem Interesse, wir wollen mit den Bürgern nicht im Clinch liegen', sagt Brenner. Man dürfe aber nicht jeden landwirtschaftlichen Transport, der am eigenen Fenster vorbeifährt, gleich mit der Futtertrocknung in Verbindung bringen. 'Wir bemühen uns, den Anwohnern so weit wie möglich entgegenzukommen, aber irgendwo müssen wir einfach fahren', fügt er hinzu.

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