Nachschlag für Dickenreishausen

Memmingen | vog | Dem Haushaltsentwurf für 2008 (wir berichteten) und einer Prioritätenliste für den Straßen- und Kanalbau (siehe Info-Kasten) hat jetzt der Bausenat des Stadtrats mehrheitlich zugestimmt. Zuvor hatte sich eine Diskussion daran entzündet, ob Geld für eine Kanalsanierung im Ortsteil Dickenreishausen ausgegeben werden soll.

Ortsteilreferent Helmuth Barth vom Christlichen Rathausblock (CRB) zeigte sich 'extrem enttäuscht' darüber, dass im Etat-Entwurf keine Mittel für die Sanierung von Teilen der Dickenreishausener Kanalisation vorgesehen waren, obwohl der Bausenat vor rund einem Jahr dies beschlossen hatte. 'Die Maßnahme wäre eine wichtige Voraussetzung, um Bauplätze ausweisen zu können', unterstrich Barth. 'Der Ort stirbt uns sonst aus.' Kämmerer Jürgen Hindemit verwies darauf, dass man angesichts großer Projekte wie etwa dem Bau einer neuen Realschule entsprechende Prioritäten setzen müsse.

Zweifel an Bedarf

Hier schaltete sich Stadtrat Rüdiger Hering (CSU) ein und betonte, dass die Erschließung des stadtnahen Baugebiets Dobelhalde weniger dringend sei als neue Bauplätze in Dickenreishausen. Dort würden die Bürger schon seit 20 Jahren Baugrund fordern. Zugleich bezweifelte Professor Dr. Josef Schwarz (CSU), dass es einen so großen Bedarf an Bauplätzen in der Dobelhalde gebe.

Dem hielten OB Dr. Ivo Holzinger und Herbert Müller (SPD) entgegen, dass junge Familien günstigen, stadtnahen Wohnraum benötigten. Zudem sei die Dobelhalde schon seit langem im Flächennutzungsplan als Baugebiet ausgewiesen. Schließlich schlug Holzinger vor, für den Beginn der Kanalsanierung in Dickenreishausen heuer noch 150 000 Euro im Haushalt einzuplanen: 'Dann kann im Herbst begonnen werden.' Gleichzeitig ging er auf den Vorschlag von Hering ein, bereits jetzt Geld verbindlich in Form einer Verpflichtungsermächtigung für weitere Kanalbauarbeiten in Dickenreishausen im kommenden Jahr bereitzustellen. Wie hoch die Summe sein wird - Holzinger dachte an rund 500 000 Euro - soll bis zur Verabschiedung des Haushalts durch den Stadtrat am 10. März geklärt werden. Mit diesem Geld könnte dann auch ein Gehweg auf dem Kanalgraben angelegt und so ein sicherer Schulweg für die Kinder geschaffen werden.

Bis auf Schwarz stimmten dem Haushaltsentwurf am Ende alle Senatsmitglieder zu. Darüber hinaus lehnten der CSU-Stadtrat und Bernhard Thrul (Grüne) die Prioritätenliste für den Straßen- und Kanalausbau ab.

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