Projekt
Nachhaltige Landnutzung auf Mooren im Ostallgäu

Das Pilotprojekt des Landkreises Ostallgäu zum Klima- und Moorschutz ist mit zwei neuen Mitarbeitern gestartet. Durch die Förderung einer angepassten landwirtschaftlichen Bewirtschaftung von Hoch- und Niedermoorböden im Randbereich ausgewählter Moorgebiete soll das Ziel einer CO2-Einsparung und Aufwertung der Biodiversität vorangebracht werden.

Wir freuen uns sehr, den Zuschlag für dieses Modellprojekt bekommen zu haben und hoffen auf viele Betriebe die mitmachen", sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker, die betont, dass das Angebot an die Landwirte auf Freiwilligkeit basiert. Der neue Ansatz ist eine Ergänzung der bisher laufenden Moorschutz- und Landschaftspflegemaßnahmen des Landkreises Ostallgäu, der damit seine Klimaschutzstrategie weiter umsetzt.

Das Naturschutzgroßprojekt Allgäuer Moorallianz und das bayerische Klimaprogramm wirken in den Kernflächen der Ostallgäuer Moore bereits erfolgreich. Mit dem Pilotprojekt 'Innovativer Klima- und Moorschutz im Ostallgäu" wird ein neuer Ansatz verfolgt, bei dem die Rahmenbedingungen flexiblere Möglichkeiten der Einkommenssicherung für teilnehmende Landwirte bieten sollen.

<p<Gleichzeitig sollen beispielhaft neue Bewirtschaftungsansätze erprobt und weiterentwickelt werden. 'Gesucht sind Modellbetriebe im Landkreis, welche die Chance nutzen wollen, Wertschöpfung auch auf benachteiligten Flächen zu generieren", sagt Zinnecker.</p>

Interessant ist das Projekt für Betriebe, die neue Wege suchen, ihr Betriebskonzept verändern wollen, bei denen eine Hofübergabe ansteht oder die Alternativen zu einer weiteren Intensivierung suchen. Diese können für einzelne Flächen, modellhaft Betriebsteile und eventuell später den ganzen Betrieb als Modellbetrieb eine langfristige Perspektive entwickeln.

Für Betriebe, die mindestens mit einem Betriebsteil teilnehmen möchten, wird vorab ein Entwicklungsplan erstellt, der die wirtschaftliche Tragfähigkeit beleuchtet und in dem geprüft wird, wie sich Zielsetzungen des Projektes verwirklichen lassen. Die Vorgaben des Projektes sind: Auf den Flächen soll ein flexibles, der Bewirtschaftung angepasstes Wassermanagement möglich sein, der Aufwuchs soll landwirtschaftlich verwertbar sein und die Befahrbarkeit mit angepassten Maschinen muss zu Bewirtschaftungszeiten gegeben sein.

Außerdem muss die Tiergesundheit erhalten und gefördert werden. Moor- und Klimaschutz brauchen für eine dauerhafte Verankerung Lösungen, bei denen die Landwirte mit ihrer Nutzung den Erhalt dieser Kulturflächen fördern und die für die Landwirte wirtschaftlich tragfähig sind.

In einer bis November 2019 laufenden Konzeptionsphase des Projekts will das Projektteam die teilnahmebereiten Landwirte beraten und mit ihnen Konzepte für die Entwicklung der Betriebe oder Betriebszweige entwickeln, die dann in einer Umsetzungsphase ab 2020 realisiert werden sollen. 'Der Umfang der Projektmittel, die langfristige Ausrichtung und Flexibilität der Förderbedingungen bieten maßgeschneiderte Konzepte, die auf die jeweilige Betriebssituation abgestimmt sind", so Zinnecker.

Sieben über den Landkreis verteilte Projektgebiete wurden vorab ausgewählt und es wird in jedem Projektgebiet Veranstaltungen zur Vorstellung des Projektes, zum Informationsaustausch und zur Diskussion geben. Die beiden Projektmitarbeiter stehen Landwirten bei Fragen zur Verfügung. Sie stammen aus der Landwirtschaft, kennen die Situation der Landwirte und arbeiten sich nun in die regionalen Verhältnisse ein. Kontakt: Matthias Beckmann, 0 83 42/9 11-5 37, und Andreas Stauss 0 83 42/9 11-5 43.

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