Musik aus scharfen Zutaten

Waal Mit schmackhaftem, feurig scharfem, musikalischem Menü, serviert von dem Duo 'Chili Con Carne', startete in der Gaststätte 'Deutsches Haus' in Waal das Anti-Fernseh-Sonntagabend-Programm des neuen Jahres. Keine Konservendosen-Musik, sondern frisch und live bereiteten Heidi Wörle und Kerstin Jousma das Musikmenü in der voll besetzten Gaststätte zu.

Als Kochwerkzeuge Instrumente

Die Moderation war das Gewürz 'brillant' beim Ohrenschmaus. 'Das perfekte Promi-Menü muss ausfallen' begrüßte Heidi Wörle, 'doch wir versprechen scharfe, heiße und sinnliche Spezialitäten.' Als Zutaten werde Bach, Joplin und Kreisler aus Barock, Impressionismus, Jazz und Filmmusik genommen, gewürzt werde mit Tango, Flamenco, Latin und Boogie. Als Kochwerkzeuge dienten die zahlreichen Instrumente der vielseitigen Musikerinnen. In elegantem Schwarz mit chili-rotem Gürtelband begannen die 'Köchinnen' mit rhythmischem Flamenco und der Filmmusik aus 'Jeux d’enfants'.

Wem diese Art des Kochens nicht gefalle, der könne ja mitgehen nach Buchloe 'Zum Taubenvergiften im Immlepark.' Die Begeisterung des Publikums kannte keine Grenzen. Denn sowohl Heide Wörle als auch Kerstin Jousma glänzten an ihren diversen Instrumenten. Eine zweistimmige Bach-Fuge für Klavier trugen sie als Flötendoppel vor und mit dem 'Little Negro' wurden die Gäste in die 'Raucherpause' geschickt.

Die Eigenkomposition 'I han a Sternschnuppa' schloss die Weihnachtszeit ab, in der doch alle Jahre das Gleiche geschehe: 'Same Old Thing'. Doch dieses Jahr sei der 'Norwegian Dance' besonders gut gelungen, hatten sie doch von ihren 'heuer besonders kreativen' Männern wunderschön gelackte spitze Stöckelschuhe im feurigen Rot der Chili geschenkt bekommen. 'Wir fühlen uns damit freier, schweben sozusagen' meint Heidi Wörle und Kerstin fügte an, sie schwebe fast einen halben Meter über dem Boden: 'Für mich als Kleine ein außerordentliches Erlebnis.'

Bis die Gewürze ausgingen

Zum Nachfühlen spielten die beiden Virtuosinnen die Klarinettenpolka 'Klariola'. Die Vielseitigkeit der Notenköchinnen kam auch durch die unterschiedlichen Stimmungen der Melodien zum Tragen. Ob im Doppel am Klavier, mit zwei Gitarren oder zwei Flöten, mit Gesang im Duett und dazu einer bereits gut eingespielten Choreographie, die Mannigfaltigkeit des musikalischen Könnens erstaunte und begeisterte gleichermaßen. Beim Publikum bedankte sich das Duo mit 'Take Five'. Das sollte die letzte Zutat sein, doch das Publikum wollte nachwürzen. Erst nach 'Taking my Time' und dem 'Wild Cat Blues' gingen auch die schärfsten Gewürze aus. Hanns-Michael Gum

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