Mosaikbecken, Fontänen, Wasserspiele

Kempten (mor). - Hätten Sie's gewusst? Kempten ist mit mehr als 50 'Wasserquellen' eine Brunnenstadt. Sie finden sich an markanten Plätzen, vor Schulen, auf Friedhöfen. Noch dazu haben die meisten Trinkwasserqualität. Einen Ein-blick in die Brunnengeschichte der Stadt gibt seit neuestem die Brunnenführung. Sie findet jeden ersten Sonntag im Monat statt. Treffpunkt ist um 14 Uhr der St.-Mang-Brunnen auf dem St.-Mang-Platz. Zusammengestellt wurde der 1&po_189;-stündige 'Brunnenlauf' durch die Illerstadt von den beiden Stadtführerinnen Georgine Sedlmair und Rodika-Maria Menzler. Erste 'Test-Führungen' gab es beim Tag des Denkmals. Sedlmairs Brunnegeschichte beginnt mit dem Brunnen auf der Burghalde bei der Freilicht-bühne. Die römische Zisterne hat eine Tiefe von über 40 Metern bis hin zum Grundwasserspiegel der Iller, klärt sie auf.

Ein Brunnen, viele Standorte Nicht vorbei kommt die Gruppe am Rathausbrunnen. Der, so erfährt man, hatte auf dem Platz schon verschiedene Standorte. Mal wurde er näher ans Rathaus, dann wieder weiter weggerückt. Der 'Ursprung' stammt aus dem Ende des 16. Jahrhunderts. 1601 wurde er umgebaut, im 30-jährigen Krieg zerstört. Dann gab es Nachbildungen. Seit 1989 hat er seinen jetzigen Standort. Für den Brunnen an der Freitreppe mussten 1903 zwei Häuser fallen, um eine 'freie' Verbindung zwischen Ober- und Unterstadt zu schaffen. Eine markante Quelle war früher der Schlangenbach. Er speiste den Brunnen vor der Residenz ebenso wie den Treppenbrunnen an der Gerberstraße: 'Er versorgte sowohl die katholische als auch die evangelische Stadt mit Wasser - und natürlich gab es darum auch Streitereien.' Weitere Stationen sind beispielsweise der Anna-Schwegelin-Brunnen, der Mosaik-Brunnen im Hofgarten, die Wasserfontänen im Park der Orangerie (ein ehemaliger Fischkalter), der Entenbrunnen vor der Sing- und Musikschule, der Brunnen vor dem Kornhaus, der Albert-Wehr-Brunnen und die Mosaik-Quelle im Stadtpark mit ihren 100000 Einzelsteinchen. Die evangelische und die katholische Seite Kemptens finden sich in dem Mosaikbrunnen im Hofgarten. Gestiftet wurde dieser von Kommerzienrat Schnitzer 1963. Die höchste Fontäne bietet der Springbrunnen im Stadtpark. Als 'Hausaufgabe' erteilt Georgine Sedlmair, andere Brunnen selbst zu suchen.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2018