Modernes Unternehmen mit weltweiter Bedeutung

Memmingen (vog). - 'Spezialfabrik für elektromagnetische Apparate' - das steht auf den Briefbögen des Unternehmens Magnet-Schultz (MSM). 'Das klingt fast ein wenig nostalgisch', sagte Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu schmunzelnd bei der Einweihung von zwei neuen Hallen der Memminger Firma. Tatsächlich verberge sich hinter diesem Satz aber ein 'hochmodernes Unternehmen mit weltweiter Bedeutung'. Wie Firmenchef Wolfgang E. Schultz vor geladenen Gästen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Kirche erklärte, erwarb sein Unternehmen 2001 die Firma 'Prefag', einen Hersteller von feinmechanischen Teilen bei Karlsruhe. 'Die Belegschaft ist dort mittlerweile von 125 auf 175 Personen gestiegen', sagte Schultz. Und weiteres Wachstum sei geplant. 'Um absehbaren Möglichkeiten gerecht werden zu können', fuhr der Unternehmer fort, wurde in Memmingen 2002 eine 1300 Quadratmeter große Logistikhalle und ein Jahr später eine 3500 Quadratmeter umfassende Produktionshalle gebaut. In letzterer werden vor allem Bauteile für moderne Automatikgetriebe angefertigt, wie sie BMW und Audi verwenden. Die jetzige Weihe der beiden Gebäude nahmen die Dekane Siegbert G. Schindele und Kurt Kräß vor. Laut Schultz ist der Jahresumsatz des Memminger Werks im gerade zu Ende gehenden Geschäftsjahr um 13 Prozent auf rund 125 Millionen Euro geklettert. Am Hauptsitz sind 1250 Menschen beschäftigt. Insgesamt zählt die MSM-Group 1650 Mitarbeiter. Davon sind 250 in den USA, in der Schweiz sowie in Italien und England tätig. Der Gesamtumsatz hat mittlerweile die 150-Millionen-Euro-Marke überschritten. Und obwohl die Rahmenbedingungen in Deutschland derzeit nicht die besten seien, ist sich Schultz sicher: 'Technik hat Zukunft. So werden wir uns neuen Her-ausforderungen stellen.' Wiesheu freute sich besonders darüber, dass Magnet-Schultz mit den neuen Hallen 'seine Standorttreue weiter unter Beweis gestellt hat'. Zudem strich der Minister heraus, dass das Unternehmen die Zahl seiner Mitarbeiter kontinuierlich aufstocke: 'Das verdient Dank und Anerkennung. Zumal sie hier im Brachenvergleich fast alleine dastehen.' Denn in den vergangenen Jahren seien in der Elektro-Industrie zehntausende Stellen abgebaut worden.

Über 100 Auszubildende In diesem Zusammenhang lobte Wiesheu auch die hervorragende Ausbildungs-Situation bei Magnet-Schultz (über 100 junge Menschen werden derzeit ausgebildet) und die gute Zusammenarbeit mit der Fachhochschule in Kempten. So würden regelmäßig Studenten Praktika bei dem Memminger Traditions-Unternehmen absolvieren. Darüber hinaus nannte der Wirtschaftsminister eine wichtige Grundvoraussetzung, um wettbewerbsfähig zu bleiben und Arbeitsplätze zu sichern: 'Zwischen Qualität und Preis muss die Relation stimmen.' Dass das bei Magnet-Schultz der Fall sei, würden allein schon die Umsatz-Zahlen belegen. Nach dem Festakt nutzen die Gäste noch ausgiebig die Gelegnheit, sich von Mitarbeitern die Produktion in der neuen Halle erklären zu lassen.

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