Kempten
Mix aus Wohnen, Büros, Dienstleistung

Einen Schritt vorangekommen ist die Entwicklung des ehemaligen Brauhaus-Geländes. Am Dienstagabend präsentierten die Verantwortlichen einen städtebaulichen Gestaltungsentwurf für das 15000 Quadratmeter umfassende Gelände. Wohnen, Büros, Dienstleistungen, Raum für Veranstaltungen stellen sich die Planer auf dem Areal zwischen Beethoven, König-, Hirnbein- und Bahnhofstraße vor. Die Jury setzte die Arbeit des Münchener Büros Dressler und Mayerhofer einstimmig auf Platz eins des Architektenwettbewerbs.

Bis auf die denkmalgeschützten Objekte Fasshalle und Brauhaus-Verwaltungsgebäude bleibt dem Entwurf zufolge nichts vom Bestand auf dem Areal erhalten. Das Gebiet soll in einen privateren nördlichen und einen öffentlicheren südlichen Bereich aufgeteilt werden. Im südlichen Teil wird der öffentliche Raum durch eine Abfolge von Wegen und kleinen Plätzen bestimmt. Pflasterbelag überwiegt im Gegensatz zu Rasen und Pflanzungen im Norden.

An der Nahtstelle zwischen diesen Bereichen liegt der «Brauhausplatz» mit verschiedenen möglichen Nutzungen (Biergarten, Café). Er dient auch als Verteiler für die Fußwege im Quartier.

Autofreies Quartier

Das gesamte Areal wird mit Ausnahme der Kellerstraße als autofreies Quartier entwickelt. Die Erschließung erfolgt von den angrenzenden Straßen. Drei Parkhäuser sind angedacht: Eine Hochgarage mit 276 Stellplätzen an der Kellerstraße sowie Tiefgaragen an der Königstraße (228 Stellplätze) und an der Hirnbeinstraße (208). Das Zentralhaus soll im Bereich der Hochgarage angebunden werden.

Diese Einbindung gefällt auch Projektentwickler Hannes Geierhos sehr gut: «Und die mögliche Aufteilung der Bebauung in einzelne Tranchen ist besonders investorenfreundlich.» Der zweite Wettbewerbsplatz ging übrigens ans Kemptener Büro F64.

Im März werden die Details im Bauausschuss vorgestellt, erläuterte Baureferentin Monika Beltinger. Über einen zeitlichen Ablauf könne man ansonsten noch nicht viel sagen: «Jetzt geht es darum, einen Rahmen in den städtischen Gremien zu diskutieren, damit darauf aufbauend eine Planung vorangetrieben werden kann.» Dann habe man auch eine Basis, wenn ein Investor auf dem Gelände loslegen will. Im Gegensatz zu anderen Projekten bestehe auf dem Brauhaus-Gelände aktuell keine städtebauliche Dringlichkeit. Auch die Entwickler gehen davon aus, dass sich eine Bebauung «über die nächsten Jahre» erstrecken werde.

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