Lindenberg
Mittelschule im Januar Thema

Klar ist, dass die Mittelschule im nächsten Jahr auch im Westallgäu kommen wird. Unklar ist, wie sie genau organisiert wird. Das Thema soll bei einem Schulforum im Januar in Lindenberg diskutiert werden. Das gab Gerhard Hoffmann, Rektor der Lindenberger Hauptschule im Schulverband bekannt.

Das Thema Mittelschule kam unverhofft auf die Tagesordnung des Schulverbandes. Scheideggs Bürgermeister Uli Pfanner erkundigte sich nach dem Stand der Vorbereitungen und löste damit fast eine Grundsatzdiskussion über die Zukunft der Hauptschule aus.

Kooperation mit der Wirtschaft

Damit aus einer Hauptschule eine «Mittelschule» wird, muss sie verschiedene Bedingungen erfüllen. Sie muss einen M-Zug haben, Ganztagesbetreuung, Sozialpädagogen, Praxis-Klassen und eine Kooperation Schule und Wirtschaft. All das biete die Lindenberger Hauptschule bereits, so Rektor Gerhard Hoffmann. Das Problem liegt beim Angebot an berufspraktischen Fächern. Vier davon gibt es. Weil die Zahl der Schüler stark zurückgegangen ist, können kleinere Hauptschulen nicht alle problemlos abdecken.

Die Schulen können sich aber zu Verbünden zusammenschließen, schilderte Hoffmann. Die einzelnen Schulen bleiben eigenständig, ermöglichen es den Jugendlichen dadurch aber berufspraktische Fächer an anderen Schulen zu belegen.

Zwei Varianten für Schulverbünde im Landkreis werden derzeit laut Hoffmann diskutiert: Zum einen könnten sich die beiden Westallgäuer Hauptschulen in Lindenberg und Weiler zusammenschließen, zum anderen gleich alle vier Hauptschulen im Landkreis. Gesprochen werde auch über einen Schulverbund Lindenberg-Weiler und Oberstaufen. Verbandsräte befürchten in jedem Fall zeitraubende (und teure) Fahrten der Schüler zwischen den einzelnen Standorten.

Diskutiert werden wird das Thema mit allen Beteiligten in einem sogenannten Dialogforum. Es wird laut Hoffmann im Januar an der Lindenberger Hauptschule stattfinden. 100 Vertreter von Schulen, Eltern und Behörden werden erwartet. Anschließend werde «relativ schnell eine Entscheidung fallen», wie sich die Schulen organisieren werden, so Hoffmann. «Wir werden uns der Mittelschule nicht verschließen. Bedenken habe ich, ob wir alles vom Kultusministerium bekommen, was wir für die Ausgestaltung einer ordentlichen Mittelschule an Stunden und Lehrern benötigen».

Viel Verwaltungsarbeit

Der Rektor erwartet eine «Riesenverwaltungsarbeit». Unter anderem, weil Stundenpläne noch mehr auf Busfahrpläne abgestimmt werden müssten. Er machte in der Versammlung auch keinen Hehl daraus, dass er eine andere Maßnahme für geeigneter hielte, um die Hauptschule zu stärken. Vor allem wünscht er sich einen M-Zug - er führt an der Hauptschule zur Mittleren Reife -, der mit der 5. und nicht wie bisher mit der 7. Klasse beginnt.

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