Waltenhofen
Mitte Dezember: Wespe sticht Zusteller

Als Alfred Wunderer gegen vier Uhr morgens in seine festen Winterschuhe schlüpfen wollte, um das Allgäuer Anzeigeblatt auszutragen, verspürte er einen Stich. «Es fühlte sich an wie eine Nadel. Ich dachte sofort an einen Bienen- oder Wespenstich, aber es ist Dezember», erzählt der 66-jährige Waltenhofener. Sofort zog er den Schuh wieder aus, den er am Vorabend aus dem Keller geholt hatte. Wunderer wollte gerade mit der Hand hineingreifen, als er eine Wespe langsam und benommen an der Innenseite des Schuhs krabbeln sah.

Das Insekt hatte wohl versucht, dort - gut geschützt - den Winter zu überleben. Laut Naturlexikon suchen die befruchteten Wespen-Weibchen einen Platz, um den Winter zu überleben. Im nächsten Jahr bauen sie als neue Königin ein Nest. Daraus dürfte bei diesem Insekt wohl eher nichts mehr werden.

«Um diese Jahreszeit hat mich noch nie eine Wespe gestochen», wundert sich Wunderer. «Ich konnte es zunächst nicht glauben, aber der immer stärker werdende Schmerz belehrte mich eines Besseren.» So brach er an diesem Morgen auf, die Heimatzeitung auszutragen: Verwundert, hellwach und mit geschwollenem Fuß.

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