Füssen / Ostallgäu
Mit viel Glück und noch mehr Rücksicht

«Wenn man sieht, was alles passieren kann, benötigt man natürlich auch eine große Portion Glück, um 50 unfallfreie Jahre zusammenzubringen», sagt Max Schneider aus Füssen. Gerade weil «die Zahl der rücksichtslosen und aggressiven Fahrzeuglenker» zugenommen habe. Schneider wurde jetzt wie andere unfallfreie Fahrer von der Verkehrswacht ausgezeichnet.

Bei der Jahresversammlung der Gebietsverkehrswacht Ostallgäu Süd in Hopfen stand erneut die Ehrung unfallfreier Kraftfahrer im Mittelpunkt. Zehn Personen aus Füssen und Umgebung wurden mit Urkunden und Ehrenzeichen für jahrzehntelanges unfallfreies Lenken eines Kraftfahrzeugs geehrt (siehe Infokasten). Darunter auch Petra Loschky aus Füssen, die 30 Jahre ohne Unfall gefahren ist. Da sie eine Fahrschule betreibt, konnte sie auch eine Ehrung für 20 Jahre unfallfreies Fahren als Berufskraftfahrerin entgegennehmen. «Ich freue mich, dass es eine derartige Ehrung gibt und gutes, unfallfreies Lenken von Kraftfahrzeugen in dieser Weise gewürdigt wird», sagte sie. «Als Fahrlehrerin habe ich natürlich auch Verständnis für Fehlverhalten im Straßenverkehr. Ich weise meine Schüler immer wieder darauf hin, dass so etwas jedem passieren kann, wenn diese über andere Verkehrsteilnehmer schimpfen.»

Die Ehrung nahm Rainer Lutz von der Polizeiinspektion Füssen vor. «Sie werden für eine ganz besondere Leistung geehrt», betonte er. «Denn langjähriges unfallfreies Fahren schafft man nur mit fahrerischem Können, Reaktionsvermögen und Konzentration.» Besonders wichtig sei defensives und rücksichtsvolles Fahren. «Man kann das Tempo ruhig mal herausnehmen und auf seine Vorfahrt verzichten.» Nur wenn möglichst viele Kraftfahrer dies beherzigten und sich ebenso vorbildlich wie die Geehrten verhielten, könne der Trend zu einer weiteren Senkung der Verkehrstoten fortgesetzt werden, so Lutz.

Vorsitzender Klaus Matzkat berichtete in seiner Jahresbilanz über zahlreiche Aktivitäten der Verkehrswacht. Das Spektrum der Veranstaltungen und Aktionen umfasse vor allem die Ausbildung der Schülerlotsen und die Unterstützung der schulischen Verkehrserziehung, aber auch Plakat-Aktionen und Bereitstellung von Informationsmaterial. Matzkat betonte, dass man jetzt auch in Lechbruck über eine stationäre Jugendverkehrsschule in der Nähe der Grundschule verfüge. Auch neue Fahrräder seien angeschafft worden.

28 Schulbusbegleiter ausgebildet

Außerdem habe man 28 Schulbusbegleiter ausgebildet. Diese Ausbildung beinhalte als Schwerpunkt die Gewaltprävention. Fühlbare Erfolge seien bereits zu verzeichnen. «Die Beschwerden sind seitdem zurückgegangen.» Als besondere Aufgabe für dieses Jahr erwähnte Matzkat die Ausrichtung eines überregionalen Schülerlotsenwettbewerbs am 19. Juni in Füssen. «Da wird viel Arbeit anfallen, wir benötigen noch Helfer.»

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