Mit viel Courage, aber ohne Glück

Wiesbaden/Kempten (mdu). - Sie kämpften couragiert, doch belohnt wurden sie nicht: Die Zweitliga-Footballer der Allgäu Comets unterlagen bei den Wiesbaden Phantoms mit 28:42 (7:13, 7:8, 0:14, 14:7). 'Umstrittene Schiedsrichterleistungen haben uns diesmal auf die Verliererstraße gebracht', sagte Comets-Pressesprecher Franz Nieberle. 'Unsere Defense hat die Phantoms vier, fünfmal im vierten Versuch gestoppt. Doch die Schiris haben immer eine Strafe gegen uns verhängt', ärgert sich Nieberle. 'Das hat irrsinnig viel Kraft und Nerven gekostet.' Dies sieht auch zweiter Vorsitzender Matthias Schütz, der als Spielertrainer die aus Berufsgründen fehlenden Trainer Thomas Hössl und Mark Markert vertrat, ähnlich: 'Die Unparteiischen haben eine tragende Rolle gespielt. Es wäre mehr für uns drin gewesen.' Mit einem Rumpfkader von nur 25 Spielern waren die Kemptener Footballer nach Wiesbaden gereist. Und hier sahen sie sich zunächst einem mit 42 Spielern zahlenmäßig weit überlegenen Gegner gegenüber. 'Wie eine Wand', urteilte Spielertrainer Schütz, als er den Riesen-Kader der Gastgeber sah. Angesichts des ausgedünnten Comets-Defense - es fehlten die Leistungsträger Michael Kiehn (Sperre) und Ralf Bredtmann (Beruf) - übernahm Offense-Spieler Schütz auch Abwehr-Aufgaben. Die zuletzt überzeugende Comets-Defense kämpfte, musste letztlich aber sechs Touchdowns zulassen. 'Wenn wir beim Rückspiel komplett sind, packen wir die Phantoms', ist sich Schütz sicher. Zur Revanche kommt es am 1. August im Illerstadion.

Offense stark verbessert Die Offense um Quarterback Brian Caler zeigte sich in Wiesbaden stark verbessert. In fünf Spielen hatten die Comets nur 47 Touchdown-Punkte erreicht (nur Schlusslicht Franken Timberwolves ist noch schlechter: 36 Punkte in sieben Spiele). Und nun schafften die Comets gegen die Phantoms gleich 28. Die vom Trainer-Duo Hössl/Markert anberaumten Sondertrainingseinheiten trugen so erste Früchte. 'Das Pass-Spiel und der mobile Quarterback der Allgäuer stellte die Phantoms hin und wieder vor größere Probleme', ist auf der Wiesbadener Homepage zu lesen. Tatsächlich zeigte sich die Offense flexibler. Pierre van Kempen und Jonathan Januschke liefen sich immer wieder frei und ermöglichten so Wide Receiver Chris Medlen Freiräume, die er zu drei Touchdowns nutzte. Neuzugang Max Gelowicz feierte mit einem 30-Meter-Touchdown-Lauf einen Einstand nach Maß. Für die restlichen Comets-Punkte sorgten Stefan Natter (2, Kick) und Tanid Tansuwan (2, Conversion). Die gute Vorstellung der Comets trübte allerdings ein Wermutstropfen: Offense-Spieler Jörg Fischer, der im vergangenen Jahr noch in der Comets-Jugend spielte, und drauf und dran war sich in der ersten Mannschaft zu etablieren, musste die Heimreise mit Verdacht auf Bänderriss im rechten Knie antreten. Die Comets, die weiterhin auf dem siebten und vorletzten Tabellenplatz der 2. Bundesliga Süd bleiben, pausieren nun zwei Wochen. Ihren nächsten Einsatz haben sie am Sonntag, 25. Juli im Kemptener Illerstadion beim Nachholspiel gegen die Hanau Hornets.

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