Mauerstetten
Mit Kampfgeist zum Sieg

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Wie spannend die Partie letztendlich werden würde, hatte wohl keiner der rund 250 Zuschauer in der Neugablonzer Turnhalle am Samstagabend vorausahnen können. Wie Mittelblockerin Theresa Felchner bereits festgestellt hatte, stand dem SV Mauerstetten mit der TG Biberach nach Langem «mal wieder ein Gegner auf Augenhöhe» am Netz gegenüber. Und der hatte nicht nur rund 20 Fans zur lautstarken Unterstützung mitgebracht, sondern auch Siegeswillen. Rund zwei Stunden lang lieferten sich daher die Parteien, sowohl auf dem Spielfeld als auch auf der Tribüne, einen erbitterten Kampf, den der SVM erst im Tiebreak für sich entscheiden konnte (21:25, 25:19, 17:25, 25:20, 15:5). «Ich kann der Mannschaft nur gratulieren», sagte TG-Trainer Dirk Lafarre nach dem Spiel. «Die Mädchen haben einfach stärker aufgeschlagen und besser angenommen. Deswegen sind wir im Tiebreak auch völlig zu Recht überrollt worden.»

Wechselbäder

Doch zu Beginn des Spiels sah es nicht danach aus. Obwohl beide Mannschaften hoch motiviert in den ersten Satz gestartet waren und abwechselnd Punkte sammelten, musste sich die Hubert-Hermann-Truppe am Ende doch geschlagen geben. Allerdings ließen sich die Mauerstettenerinnen nicht verunsichern und entschieden den zweiten Satz für sich. Auch die vielen, kurz aufeinanderfolgenden Auswechslungen der TG, die vor allem bei den Schiedsrichtern für etwas Verwirrung sorgten und den Spielablauf unterbrachen, konnten die SVM-Mädels nicht nervös machen. Dafür strauchelte die Mannschaft im dritten Satz. Nach einer starken Aufschlagserie von Steffi Bauer, welche die 4:0-Führung brachte, war dann der Wurm drin. Die Annahmen waren unsauber und auch am Netz konnten die Angreiferinnen nicht punkten. Biberach zog vorbei und machte den Sack zu.

Kampfgeist bewiesen

Im vierten Satz spürten die Zuschauer anfangs den Druck beim SVM, der gewinnen musste, um in den Tiebreak zu kommen. Der Block konnte viele Angriffe des Gegners nicht abwehren und beim Spielaufbau zeigten sich erneut Probleme, sodass die TG zum 12:8 vorpreschen konnte. Doch die Mauerstettenerinnen zeigten, dass sie wollten, und kämpften sich wieder heran. Und vom Ausgleich an stimmte dann alles. Die Aufschläge kamen gezielt, die Annahmen waren sauber und gerade die Außenangreiferinnen, vor allem Martina Gebler, landeten einen Treffer nach dem anderen. «Der Tiebreak war dann ja klar, wie immer», resümierte Co-Trainer Didi Hirsch nach der Partie. Und auch Trainer Hermann sprach seiner Mannschaft nach der Zitterpartie ein Lob aus. «Die Mädels haben gerade im vierten Satz Kampfgeist bewiesen und das Spiel so rausgerissen.»

«Hammerspiel»

Wie euphorisierend so ein knapper Sieg sein kann, zeigte sich an Zuspielerin Julia Sedlmeier, die nach der Partie noch richtig aufgekratzt war. «Das war wirklich ein Hammerspiel. Es hat Spaß gemacht, vor so einer Kulisse zu spielen, obwohl es vom Kopf her schon sehr anstrengend ist.» Und der Sieg ließ die 22-Jährige, die erst wenige Tage zuvor ihren Geburtstag gefeiert hatte, auch die erneut aufgetretenen Schmerzen am Daumen etwas vergessen. Bereits beim Spiel gegen Erfurt hatte sich Sedlmeier an der Kapsel verletzt. Ein unglücklich getroffener Ball brachte die Verletzung nun wieder hervor. «Wir feiern heute Abend auf jeden Fall noch ein bisschen, dass haben wir uns verdient», so Sedlmeier.

Der SVM führt jetzt mit 12:16 Punkten auf Platz sechs die untere Hälfte der Zweiten Volleyball-Bundesliga Süd der Frauen an.

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